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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Neues Wohngebiet oft ein Tümpel"
Zwischenüberschrift:
Anwohner wehren sich gegen geplante Bebauung - "Völlig ungeeignet"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Anwohner im Gebiet Himmelreich wehren sich gegen das geplante Neubaugebiet zwischen Nahner Landwehr und Nahner Friedhof. Auf der heutigen Ortsralssitzung werden sie ihre Bedenken gegen das für sie " völlig ungeeignete" Bauvorhaben vorbringen.

Gegen eine Wohnbebauung spricht für die Anlieger vor allem der Lärm durch die A 30 und die Iburger Straße. Von einer " unzumutbaren Lärmbelastung" ist in der Verwaltungsvorlage die Rede; " das hätten wir nicht besser formulieren können", so Anwohner Prof. Ulrich Westermann. Bisherige Gutachten belegen, dass die Höchstwerte für Wohngebiete von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts deutlich überschritten werden. Für Westermann ist daher nicht nachvollziehbar, dass die Politik hier Wohnraum für Familien schaffen mochte. Ebenso wenig wohngerecht ist für die Nahner der Elektrosmog, der durch den erst vor wenigen Jahren über das zur Diskussion stehende Gebiet verlegten Hochspannungsmast ausgestoßen wird. Auch spreche gegen eine Wohnbebauung, dass das vom Harderberg ablaufende Regenwasser den Bereich oft zu einem " Tümpel" mache.

Sollte das Bauvorhaben dennoch realisiert werden, möchten die Anlieger zumindest eine andere Verkehrsanbindung durchsetzen. Zwei Pläne hat die Verwaltung vorgelegt. Sie favorisiert die Erschließung ausschließlich über die Frankfurter Heerstraße. Ein anderer Plan sieht vor, den unteren Teil des Baugebiets über die Nahner Landwehr zu erschließen. Beide Konzepte lehnen die Anwohner ab. Sie halten die Infrastruktur durch den dann zunehmenden Verkehr und die Belastung etwa durch Zoo und Kreishaus für nicht ausreichend. Ihre Befürchtung: Durch die zusätzlichen Anlieger und auch durch den Schwerverkehr für die Bebauung würden die Straßen in Mitleidenschaft gezogen und die Bewohner für die Erneuerung zur Kasse gebeten, so Dr. Udo Lücker. Der Vorschlag der Nahner: Die Siedlung müsse direkt über die Iburger Straße erreicht werden.

Sollte die Politik sich dennoch für die Bebauung entscheiden, haben die Anwohner eine denkbar schlechte Vorstellung über das Ergebnis: Durch die ungünstigen Rahmenbedingungen für die Bebauung und die allgemein geringe Nachfrage würden nur wenige Wohnhäuser entstehen und dafür ein Naherholungsgebiet zerstört.

Bildunterschrift:
AUF DER HEUTIGEN Ortsratssitzung wollen sich die Anlieger gegen die Bebauung wehren. Foto: Elvira Parton
Autor:
hmd


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