User Online: 1 | Timeout: 07:31Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schüler sehen die Buga auf dem Piesberg kritisch
Zwischenüberschrift:
Abschluss des KidS-Projekts: Einblicke für Zehntklässler
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (KMOE) 200 Meter noch durch den schmalen Hasetunnel. Aus der gewölbten Backsteindecke tropft sporadisch Wasser herab. " Hier wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Kohle abgebaut" - Daniele Barlag muss mit fester Stimme gegen die knirschenden Geräusche des Kies unter den Schuhen ansprechen.
Knapp zehn Grad sind es hier unten, 30 Meter unter der Erde. Lampen leuchten spärlich. Vor dem Stollen im Piesberg wartet der Bus. 25 Mädchen und Jungen sind diesmal dabei, um in der Abschlussphase des KidS-Projekts mehr über ihre Stadt zu erfahren. Der Piesberg mit seiner Mülldeponie steht im Mittelpunkt der Exkursion, die am Morgen schon im Museum Industriekultur mit Vorträgen über die Nutzung des Areals und den Quarzit-Abbau begann. Vor allem aber auch das Mammutprojekt, das in der Stadtverwaltung für großen Planungsbedarf sorgt: die Bundesgartenschau (Buga) 2015.
" Das ist eine gute Verbindung, die Gartenschau hierhin zu bringen. Da können die Leute erfahren, was es mit der Bergbaukultur auf sich hatte und dass die Stollen ungewöhnlich hoch unter der Erde lagen", sagt Annika (15). Deponie-Mitarbeiter Arthur Fritz und Barlag vom Fachbereich Grün und Umwelt erklären der Stauffenberg-Schülerin und den anderen Zehntklässlern während der Fahrt hinauf zur Deponie die Arbeit hier - vorbei an Betonherstellern, Blockheizkraftwerken und einem Kohleflöz, der in Itterbeck bei Nordhorn beginnt und im Piesberg obenerdig endet.

" Die Buga ist eine Chance, dass sich die Stadt weiter einen Namen macht", meint Annika. Allerdings: " In Rostock beispielweise ist die Bundesgar-tenschau finanziell gescheitert. Osnabrück kann sich so etwas nicht leisten", urteilt Kristina (17) vom Carolinum. Auch Dorothee vom Stauffenberg schrecken die Kosten ab: " Warum soll so viel Geld in Garten und Pflanzen gesteckt werden, wenn an vielen Stellen Geld fehlt?"

Ihre Freundin Christina (15) befürchtet gar, dass wegen der Investitionen " im sozialen Bereich gekürzt" werden. Silja (16) vom Gymnasium in der Wüste geht noch weiter: Es sei " bedauerlich", dass der Landkreis die Stadt auf dem wesentlichen Teil der Kosten sitzen lasse und sich " zu schwach" engagiere. Die Gymnasiasten scheinen durchweg gut informiert. Obwohl das Thema Bundesgartenschau 2015 offenbar noch in keiner ihrer Klassen ein Thema war.
Die Buga sei für die meisten Besucher wahrscheinlich ein " einmaliges Erlebnis", vermutet Sil| a. Einmal Osnabrück - und dann nie wieder? Dominik (17) vom Carolinum würde hingegen auf jeden Fall " die Chance wahrnehmen. Sonst heißt es später wieder, die Politiker hätten nichts draus gemacht!"
Zurzeit noch sei es sehr schwer, sich vorzustellen, wie ein Bergwerk und eine Mülldeponie zu einer grünen Oase werden könnten, findet Silja. Sie hat bisher eine Landesgartenschau gesehen - in Bad Oeynhausen. Die hat ihr gefallen. Hingehen würde sie zur Buga deshalb auf jeden Fall.
Bildunterschrift:
FAST AUF DEM HÖCHSTEN PUNKT des Piesbergs machten sich die jungen Gymnasiasten über die Nutzung des Areals schlau. Arthur Fritz (rechts) stellte die Deponie vor. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
KMOE


Anfang der Liste Ende der Liste