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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Birnen- in den Apfelsaft mischen - dann wird er süßer
Zwischenüberschrift:
"Coole Schule": Wer gute Geschäfte macht, kann damit seine Klassenfahrt finanzieren - Geerntet wird am Finkenhügel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt (andi) Eine Schülerfirma aus Georgsmarienhütte macht Geschäfte mit Apfelsaft vom Finkenhügel. Das Projekt " Coole Schule" bringt den Schülern der Carl-Stahmer-Hauptschule wirtschaftliche Zusammenhänge nahe.

Vor zwei Jahren hat die genossenschaftlich organisierte Firma die Patenschaft für die 6000 Quadratmeter große Streuobstwiese übernommen. Zehn der insgesamt 80 jungen Genossenschaftler teilen sich die Verantwortung für das Projekt - die übrigen helfen, wenn sie gebraucht werden.

Arbeit gibt es genug: Aus einem fast undurchdringlichen Dschungel machten die Schüler, die aus allen Klassenstufen kommen, wieder ein überschaubares Stück Land. Im Herbst waren dann in wechselnden Gruppen je 30 Schüler sieben Tage lang damit beschäftigt, die Ernte einzufahren. " Die Leute haben das wirklich gerne gemacht", erzählt Zehntklässler Eugen, " es hat ihnen Spaß gemacht, etwas für die Schule zu tun."

Vier Tonnen Äpfel wurden im vergangenen Jahr von den 85 Bäumen gepflückt und geschüttelt. " Die Mosterei freut sich schon, wenn wir kommen, wir gehören zu deren Großkunden", sagt Eugen.

Zur Sache

Über 2000 Flaschen Bio-Apfelsaft hat die Hagener Mosterei Pues aus den Äpfeln vom Finkenhügel gemacht.
Über den Weg des Apfels von der Wiese zum Saft gab es viel zu lernen. Beispielsweise, dass auch die Birnbäume eine Rolle spielen können: " Wenn man etwas Birnen- in den Apfelsaft mischt, wird er süßer", weiß Achtklässlerin Lisa. Wie Saft hergestellt wird, hat eine mobile Mosterei den jungen Obstbauern direkt auf der Wiese gezeigt: " Erst werden die Äpfel gewaschen, dann gepresst, und dann wird der Saft erhitzt, damit er länger haltbar bleibt", erklärt Annika. Die Arbeit in der Schülerfirma bringt den Schülern nicht nur Wissen über Obstanbau - auch das Geldverdienen lernen sie hier. Ihnen wird ein Stundenlohn gut geschrieben, von dem sie beispielsweise ihre Klassenfahrten selbst bezahlen können. " Das bringt uns alle weiter, auch fürs spätere Berufsleben", sagt Eugen.
Die Schüler konnten mit ihrem Projekt auch die Umweltlotterie Bingo-Lotto und die Bundesstiftung Umwelt überzeugen: Sie fördern die Arbeit an der Obstwiese finanziell. Von den Geldern wurden Arbeitswerkzeuge wie Gummistiefel, Schutzkleidung und Apfelpflücker angeschafft. Und in diesem Jahr soll die Streuobstwicsc zu einem der " grünen Punkte" gemacht werden, die die Stadt in ihr Projekt " Land findet Stadt" aufnimmt. Dann ist es an den Schülern, ihr erarbeitetes Wissen auf Informationstafeln an andere weiterzugeben. Die betreuenden Lehrer Thomas Hamm und Winfried Bornemann sind stolz auf den Erfolg ihres Projekts: " Das ist eine richtige Lawine, die uns da überrollt hat", sagen sie, " und alle Beteiligten sind mit Herzblut bei der Sache."

Streuobst

Die Streuobstwiese ist eine traditionelle, inzwischen selten gewordene Anbauform, die für den Naturschutz wichtig ist: Sie bietet Raum für eine Vielfalt von Vögeln, Insekten und Pflanzen. Die Obstbaumwiese am Finkenhügel ist etwa 60 bis 70 Jahre alt und lag lange brach, bevor die Schülerfirma aus Ge-orgsmarienhütte die Patenschaft übernahm. Am Finkenhügel wachsen Apfelsorten wie " Gewürzlui-ken" und " Grahams Jubi-läumsapfel". Die Wiese wird extensiv und möglichst naturnah, d. h. ohne regelmäßigen Baumschnitt und künstlichen Dünger, bewirtschaftet.

Bildunterschrift:
SIE BLEIBEN NICHT AUF IHREN ÄPFELN SITZEN: Beim Projekt " Coole Schule" laufen die Geschäfte gut. Foto: Winfried Bornemann
Autor:
andi


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