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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Drei Fragen an Michael Hagedorn (Grüne)
Zwischenüberschrift:
Baugebiet ablehnen und dann dort bauen: Geht das?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (hin) Die CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Thiel wirft Ihrem Amtskollegen von den Grünen, Michael Hagedorn, falsches Spiel vor. Reden und Handeln passten nicht zusammen. Der Vorwurf: Die Grünen hatten den Bebauungsplan am ehemaligen Kaffeehaus Fernblick abgelehnt, und nun baue Hagedorn ausgerechnet dort ein Haus, sagte Irene Thiel während der Sitzung des Finanzausschusses. Wir fragten nach.

Herr Hagedorn, stimmt das, was Frau Thiel sagt: Sie bauen ein Haus im umstrittenen Baugebiet? Hagedorn: Meine Lebensgefährtin und ich bauen an der Karl-Koch-Straße eine Doppelhaushälfte. Auf dieses Grundstück, das für uns günstig liegt, sind wir Ende letzten Jahres durch die Zeitung aufmerksam geworden. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Bebauungsplanes 2003 hatten wir diese Pläne noch nicht.

Wie reagieren Sie auf den Vorwurf der CDU? Hagedorn: Der CDU steht politisch das Wasser bis zum Hals. Da ist Frau Thiel in ihrer Hilflosigkeit offenbar nichts Besseres eingefallen. Würden solche Maßstäbe gelten, dann dürfte Frau Thiel beispielsweise auch nicht das Nussbaum-Haus besuchen, weil sie und die CDU damals gegen die Pläne von Daniel Libeskind als Architekten gestimmt haben. Wir Grüne haben Einzelheiten in dem Bebauungsplan kritisiert. Der größte Hammer war der Deal der CDU mit dem Investor: Well Bäume stehen bleiben mussten, die sowieso geschützt sind, bekam er faktisch kostenlos einen Teil des alten Bolzplatzes zur Bebauung. Das und andere Dinge haben wir nicht mitgemacht. Frau Thiel sollte sich also lieber um solche tatsächlichen Skandale ihrer eigenen Fraktion kümmern, anstatt welche zu konstruieren.

Aber Ihr Handeln stärkt nicht gerade die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Politiker...

Hagedorn: Den Zusammenhang kann Ich nicht nachvollziehen. Ich lebe und bewege mich in der Stadt, da kommt man immer in Berührung mit Dingen, gegen die man gestimmt hat. Mir gefällt vieles nicht, was die Ratsmehrheit beschlossen hat. Aber damit sind durch demokratische Beschlüsse Fakten geschaffen, in denen Ich mich wie jeder Bürger bewege. Eine Bebauung war hier Fakt. Was würde es ändern, wenn statt meiner eine andere Person dort gebaut hätte? Sehen Sie, ich halte auch die Abschaffung der Parkgebühren nach wie vor für unvertretbar. Trotzdem bringe ich nicht jedes Mal einen Euro ins Rathaus, wenn ich kostenlos geparkt habe, und obwohl die Grünen sich seinerzeit gegen die Bebauung des Burenkamps ausgesprochen haben, habe Ich beim dort ansässigen Bäcker auch schon Brötchen gekauft.

MICHAEL HAGEDORN ist Vorsitzender der Ratsfraktion der Grünen.
Autor:
hin


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