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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Streudienst: Ein Job, der einen aufs Glatteis führt
Zwischenüberschrift:
Manchmal hilft nur noch eine Laterne als Bremshilfe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eversburg (hpet) Wenn es nachts klirrend kalt wird, beginnt für den Streudienst die heiße Phase. Bis zu sechs Fahrzeuge des Fachbereichs Städtebau und des Abfallwirtschaftsbetriebs stehen auf dem Bauhofgelände an der Hafenringstraße für den Fall bereit, dass Schnee oder Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit für spiegelglatte Fahrbahnen sorgen.

Frank Hawighorst sitzt seit zehn Jahren hinter dem Steuer der Streufahrzeuge. Die sechs Routen kennt er genau, hauptsächlich müsse er die Hauptstraßen in der Innenstadt und die großen Zufahrtsstraßen abfahren. Zusätzlich werde aber auch vor Schulen und Altersheimen und an besonders gefährlichen Steigungen gestreut, erklärt Helmut Wallenhorst.

Er koordiniert die Fahrten als einer von fünf Einsatzleitern in der Zentrale auf dem Bauhof. " Wir studieren mehrmals täglich den Wetterbericht." Drei Besetzungsstufen seien vorgeschrieben. Mal seien nur zwei der Fahrzeuge vor Ort, mal alle sechs plus Fahrer, " damit wir sofort reagieren können". Droht zwischenzeitlich keine Straßenglätte, werden die Männer anderweitig eingesetzt.

An diesem Morgen hat Frank Hawighorst die Sieben-Uhr-Schicht. Das Gröbste haben schon seine Kollegen in der Nacht beseitigt. Dennoch lässt er seinen Unimog über ein Förderband mit drei Tonnen Streusalz sowie 300 Liter Lauge beladen und fährt Richtung Haste.

Dort angekommen, streut er ein Gemisch aus beiden Zutaten auf die wenigen eisigen Stellen. Mit der Fernbedienung neben seinem Fahrersitz kann er je nach Rutschgefahr die abgegebene Menge von fünf bis 40 Gramm pro Quadratmeter dosieren. Ein am Heck befestigter drehbarer Teller verteilt das Gemisch über die ganze Straße.

Das Gemisch verbindet sich dann mit dem Eis, senkt dessen Gefrierpunkt und wandelt esauf diese Art in eine konzentrierte Salzlösung um. So schützt Hawighorst zwar alle folgenden Wagen, nicht aber seinen Unimog. Ein Umstand, der ihm schon einmal zum Verhängnis wurde: Auf einer extrem glatten Bergab-Passage verlor er die Kontrolle über sein Gefährt. " Da habe ich nur noch versucht, eine Laterne anzusteuern. Bremsen bringt da gar nichts mehr."

Bildunterschriften:
DER TELLER am Fahrzeugheck verteilt das Salzlauge-Gemisch gleichmäßig. Fotos: Egmont Seiler

AM STEUER VOM STREUER: Frank Hawighorst sorgt mit seinem Unimog für rutschfreie Fahrbahnen.
Autor:
hpet


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