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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schicker Hirm ist eigentlich nur ein Abluftkamin
Zwischenüberschrift:
Dieses Gebäude gehört zum Fledder:
 
Karmann-Wahrzeichen misst 90 Meter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück( kgre) Der Firmenname ist ein Begriff. Doch was es mit dem Hohen Bau mitsamt Namenszug auf sich hat, wissen die wenigsten. " Da steht ja so ein Turm bei Karmann", berichtet der Zugreisende aus Bielefeld und denkt an eine Werbemaßnahme. Richtig ist, dass auf dem Firmengelände der Abluftkamin der Lackiererei in den Himmel ragt.
In einem ersten Bauabschnitt vor etwa fünf Jahren war der Abluftkamin als Teil der neuen Lackieranlage errichtet worden, die Mitte dieses Jahres fertig gestellt sein wird. Dann wird durch den 75 Meter hohen Turm, der außen mit dem gelb beleuchteten Firmenschriftzug versehen ist, die gesamte Abluft der Lackieranlage strömen. In Betrieb ist der Kamin schon seit seinem Bau, allerdings mit geringerer Leistung.
Die besagte Abluft entsteht - ähnlich Nebel - beim Lackieren von Fahrzeugen, wenn die Farbe aufgetragen wird und sich durch chemische oder physikalische Vorgänge, zum Beispiel durch das Verdampfen eines Lösungsmittels, zu einem durchgehenden Film aufbaut. Insgesamt sollen proStunde 1 100 000 Kubikmeter Luft durch den 27 Quadratmeter großen Kamin strömen, nachdem sie spezielle Filter durchlaufen haben und somit gereinigt sind - eine immens erscheinende Leistung im Vergleich, denn ein Mensch atmet im Durchschnitt nur 19 Kubikmeter Luft pro Tag ein und aus, während sein Lungenvolumen im Schnitt winzig erscheinende 0, 005 Kubikmeter, also fünf Liter, umfasst.
Um Wind und Wetter standzuhalten, sind die Wände der Stahlbetonkonstruktion 40 Zentimeter dick und das Fundament misst 35 Quadratmeter. Fest halten muss sich auf jeden Fall der Ingenieur, der an den Kontrollgeräten die Emissionswerte abliest: die Wartungsbühne liegt immerhin 63, 50 Meter über dem Erdboden.
Die eigentliche Spitze des Turmes ist dort aber noch fern, denn der höchste Punkt der Anlage liegt in 90 Meter Höhe, wo der Mast einer Richtfunk-Antenne endet. Damit Autofahrer und Zugreisende den Kamin überhaupt zuordnen können, musste auch das Firmenlogo eine Nummer größer ausfallen: der Schriftzug ist 2, 50 Meter hoch und 12 Meter lang

Bildunterschrift:
DAS FIRMENWAHRZEICHEN von Karmann ragt im Fledder alles in allem 90 Meter hoch in den Himmel Foto: Jörn Martens
Autor:
kgre


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