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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Bürgerbeteiligung haben wir uns anders vorgestellt" - "Nutzung der

Wasserkraft

ermöglichen"
Zwischenüberschrift:
Die Planungen der Hasezukunft werden von zwei Lesern kritisch betrachtet ("Lebendige Hase: Die Stadt entdeckt ihren Fluss neu", Ausgabe vom 18. Januar).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Dass die Rückbesinnung auf eine lebendige Hase ein Herzensanliegen von Oberbürgermeister, Verwaltung und Umweltstiftung ist, lesen wir gern. Dass darin aber ein echter Konflikt zwischen Ökologie und Ökologie (!) liegt, sagt der Artikel nicht. Da wird die jahrhundertealte ökologische Nutzung des Flusses als erneuerbare Energiequelle nur als Widerstand' bezeichnet, der noch zu . überwinden' sei. Bezeichnend ist, dass von einer Beteiligung von Anliegern, Schulen und Medien gesprochen wird. Auch mit den Staurechts-Inhabern soll verhandelt werden, daran kommt man nicht vorbei. Im Übrigen werden aber die Vertreter der erneuerbaren Energien systematisch nicht am Prozess beteiligt. Von einem groß angelegten , Werkstattgespräch' wurde der Arbeitskreis Energie, Bauen und Wohnen der Agenda 21 auf Anfrage ausdrücklich ausgeschlossen. Man wolle erst über das Wie der Bürgerbeteiligung sprechen, hieß es.
Dann wurde hinter verschlossenen Türen das Ziel festgeklopft und der Presse präsentiert. Alles andere ist ab heute nur noch . Widerstand' und muss . überwunden' werden. Herr Fip, Herr Gerdts, Herr Brickwedde, Bürgerbeteiligung haben wir uns anders vorgestellt."

Prof. Dr. Klaus Kuhnke
Sprecher des Arbeitskreises Energie, Bauen und Wohnen der Agenda 21
Elsa-Brandström-Straße 3
Osnabrück

" Die negative Stimmung, die derzeit mit dem Konzept . Lebendige Hase' gegen die regenerative Energie Wasserkraft in Osnabrück initiiert wird, darf auf keinen Fall unwidersprochen hingenommen werden. Natürlich ist es generell zu begrüßen, wenn die Stadt die Erlebnisqualität an der Hase verbessern will. Und gerade Wehre und Mühlen haben ihren besonderen Reiz. Seit über l000 Jahren, wahrscheinlich schon seit den Anfängen der Stadt, wird die Wasserkraft am Standort der Bischofsmühle, jetzt Pernickelmühle, genutzt. Viele hundert Jahre stellten die Wassermühlen die wichtigsten Arbeitsmaschinen für den Menschen dar. Erst mit der Entwicklung der Verbrennungsmaschinen wurde diese Situation beendet. Und in den Jahrzehnten nach 1945 wurden nach und nach die Mühlen der Region stillgelegt. Aber die Stauwehre blieben, aus Angst vor sinkenden Grundwasserständen. Heute ist es Ziel, mithilfe des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) alte Wassermühlen wieder für die Stromerzeugung zu aktivieren. Die weitgehende Stilllegung der kleineren Wasserkraftwerke in den letzten Jahrzehnten war ein Fehler. Die Nutzung der schadstofffreien Wasserkraft ist ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, und die dezentrale Stromerzeugung fördert die regionale Wirtschaftsstruktur. Die Forderung muss daher lauten, die Stadt soll die Voraussetzung schaffen, um die Reaktivierung der Pernickel- und der Quirllsmühle umsetzen zu können. Das so genannte Projekt , Hase-Revitalisierung' ist nur nachhaltig und zukunftsfähig, wenn es die Wasserkraftnutzung möglich macht. Nur die Verbindung von umweltfreundlicher Energieerzeugung und der Durchgängigkeit für die Fließgewässertierwelt hat vorbildlichen Modellcharakter. Die Bundesumweltstiftung sollte ausschließlich solche Projekte fördern."

Andre Gehrke
Eichenallee 32
Osnabrück
Autor:
Prof. Dr. Klaus Kuhnke, Andre Gehrke


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