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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Endgültig: Die Iburger Straße bleibt vierspurig
Zwischenüberschrift:
CDU/FDP: Zweite Testphase ist nicht nötig, weil der Verkehr ohne Probleme rollt - SPD: Täuschung im Doppelpack
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück (hin) Die Iburger Straße bleibt auf Dauer vierspurig. Eine zweite Testphase mit Busspuren wird es nicht geben. Darauf haben sich CDU und FDP in dieser Woche geeinigt.

" Die Vierspurigkeit hat sich bewährt, die zweite Probephase wird nicht benötigt", erklärte die Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Anette Meyer zu Strohen (CDU). CDU und FDP werden dem Ausschuss in der Märzsitzung den Antrag vorlegen, die Busstreifen zu entfernen und die Straße endgültig mit vier Spuren zu markieren.

Der Stadtrat hatte im Juni 2004 mit den Stimmen von CDU und FDP den halbjährigen Test ohne Busspur beschlossen. Im Beschluss heißt es wörtlich: " Wenn es zu Problemen kommt, werden zunächst für ein weiteres Halbjahr Busspuren eingerichtet. Nach diesem Jahr ist eine endgültige Entscheidung zu treffen." Es sei nicht zu Problemen gekommen, so CDU und FDP. Deshalb sei der zweite Test überflüssig.

Während der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses hatten weder Verkehrsplaner aus der Verwaltung noch die Vertreter der Stadtwerke oder der Polizei von Problemen berichtet. Der Busverkehr fließt störungsfrei, die Unfallbilanz ist nicht auffällig. Die Zahlungen des Fachbereichs Städtebau im Herbst 2004 haben ergeben, dass die Zahl der Fahrzeuge im Mittelabschnitt der Iburger Straße seit 1998 um 26, 7 Prozent gestiegen ist. Ein Viertel der Autofahrer fuhr schneller als Tempo 50. Der Anteil der Lastwagen lag mit sieben Prozent im normalen Bereich. Anlieger beklagen, dass die Lärmbelastung gestiegen und die Wohnqualität gesunken sei.

Die SPD wirft der Ratsmehrheit " Wählertäuschung im Doppelpack" vor. Zunächst seien die in Bürgerversammlungen zugesagten Busspuren entfernt worden. Jetzt werde die zugesagte zweite Testperiode verweigert. SPD-Fraktionsvorsitzen-der Ulrich Hus sagte, die Mehrheitsgruppe habe ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Vor Beginn des Tests habe FDP-Sprecher Thiele erklärt, " beide Alternativen, mit Zahlen belegt, gegenüberstellen" zu wollen. Die SPD lehnt die Priorität für den Individualverkehr ab und hält CDU/ FDP vor, die Situation der Menschen des Stadtteils und anderer Verkehrsteilnehmer zu ignorieren. Der Arbeitskreis Verkehr der Lokalen Agenda 21 fordert den Test mit Busspur, um auf der Basis von vergleichbaren Zahlen entscheiden zu können.

Kommentar:
Busspuren - Problemlos

Von Wilfried Hinrichs

Der Verkehr rollt auf der Iburger Straße ohne Probleme. Zugegeben: Das hatten auch wir nicht erwartet und deshalb in Kommentaren vor mutmaßlichen Folgen gewarnt.

Ganz ohne Probleme ist die Iburger Straße aber nicht. Denn die Anlieger sorgen sich zu Recht, dass der Verkehr anschwillt und schneller gefahren wird. Die Verkehrszählungen bestätigen die Befürchtung. Es ist Aufgabe der Politiker, gegenteilige Interessen abzuwägen und zu entscheiden. CDU und FDP haben die Interessen abgewogen und entschieden, den Anforderungen des Individualverkehrs Vorrang zu geben vor den Bedürfnissen der Anlieger und anderer Verkehrsteilnehmer.

Schon wird nach Abschaffung aller Busspuren gerufen. Doch jetzt bitte keine Schnellschüsse. Warten wir noch ab, was auf der Iburger Straße geschieht. Sie war schon mal der Unfallschwerpunkt in der Unfallhauptstadt.

BILDUNTERSCHRIFT.
FREIE FAHRT AUF DER IBURGER STRASSE: Die Busspuren werden bald endgültig verschwinden. Die Straße bleibt vierspurig, entschieden CDU und FDP. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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