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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bürener machte Luftbild vom Ort des Einschlags
Zwischenüberschrift:
Sonntag: Bombenentschärfung "In der Strothe"
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Am Sonntag, 13. Februar, wird in Büren " In der Strothe" erneut eine Bombe entschärft. Daher müssen 4500 Menschen bis 13 Uhr ihre Wohnungen geräumt haben. Einer ist Rudolf Schröder, der an der Magdeburger Straße wohnt. " Ich vermute, dass diese Bombe entschärft werden wird", sagt er und zeigt auf einen hellen Fleck auf einer Luftaufnahme, die Felder und seine Nachbarschaft zeigt. Das Bild habe er vor 21 Jahren gemacht, blickt der Bürener zurück, der seit Jahrzehnten das Filmen und das Fotografieren als intensives Hobby pflegt. Weil Schröder auf der Suche nach schönen Motiven war, besuchte er im Jahr 1984 die Montgolfiade (Heißluftballon-Wettbewerb) in Greven. Dort bekam er die Möglichkeit mit einem belgischen Piloten in einem Fieseler-Storch zu fliegen, einem Kriegsflugzeug Baujahr 1940. Schröder wollte sein Haus in Büren von oben sehen. Um den Piloten zu überreden, drückte Schröder ihm einen Flugschein aus dem Jahr 1911 in die Hand-" mit kaiserlichem Dienststempel", betont der Bürener. In der Lizenz lag zudem ein 100-Mark-Schein. " Die 100 Mark hat er mir sofort zurückgeben, den Flugschein aber behalten. Der war für ihn als Sammler etwas wert", erinnert sich Schröder lächelnd. Danach habe der Belgier telefoniert. Es folgte eine einstündige Reise in einem der wenigen noch flugfähigen " Störche".

Warfen die Alliierten Bomben aus Angst?

So entstand das Luftbild, das der Bürener vor sich liegen hat. Da heben sich die damals beim Bombeneinschlag aufgeworfenen hellen unteren Erdschichten von der dunklen Ackerkrume deutlich ab. " Es sind wohl Angstbomben der Alliierten gewesen, die über Buren abgeworfen wurden", sagt er. Das hätten ihm Bürener einst erzählt. Auch, dass " In der Strothe" einst ein Truppenübungsplatz der Deutschen gewesen sei und dass der Bombenabwurf vermutlich zur Einschüchterung dort erfolgt sei. " Im Dezember 2003 ist auf dem Feld schon mal eine Bombe entschärft worden, etwa 200 Meter von uns entfernt", berichtet Schröder und zeigt auf den Fleck links unten auf dem Bild. Daher sei er beinahe sicher, dass der neue Einsatzort etwa 60 Meter von seinem Haus entfernt liege. Also gehört auch er zu dem Personenkreis der 4500 Bürener Bürger, die am Sonntag bis 13 Uhr ihre Wohnung verlassen müssen. In diesen Tagen klingeln Mitarbeiter der Feuerwehr an jeder Haustür des Personenkreises, klären auf und weisen auf die Ganztagsschule als Aufenthaltsort hin.
Folgende Bereiche müssen geräumt sein: Wege zwischen den Bahngleisen bis Wiesenweg, Sportanlage Wiesenweg über Ostlandstraße, Schlesische Straße, Strotheweg bis Bergstraße, Bergstraßezwischen Eschenweg und A 1, A 1 zwischen Bergstraße und Atterstraße, Bahnlinie zwischen A1 und Teichweg, Teichweg zwischen Atterstraße und Benzstraße sowie Feldwege zwischen Benzstraße und Eikesberg.
Und was macht Rudolf Schröder am Sonntag in der Zeit der Bombenentschärfung? Der passionierte Motorradfahrer weiß schon jetzt, wie er sich die Zeit vertreiben wird: " Ich fahre ein bisschen herum."
Bildunterschrift:
VERMUTLICH an der eingekreisten Stelle liegt in Buren die Bombe, die am Sonntag entschärft wird. Rudolf Schröder kann von seinem Garten an der oben quer verlaufenden Magdeburger Straße dorthin schauen. Reproduktion: Ursula Holtgrewe
Autor:
gre


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