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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Cafe-Markierung: Bis hierher und nicht weiter
Zwischenüberschrift:
Der Nikolaiort bekam neuen "Metallschmuck" verpasst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadt wurde nach Beschwerde aktiv

Der guten Stimmung auf dem Nikolaiort tut der neue " Metallschmuck" keinen Abbruch. Sollte sich ein Gast mal außerhalb der Markierungen platzieren, werden die Ordnungshüter wohl ein Auge zudrücken. " Die Mitarbeiter vom OS-Team sind gut geschult. Sie werden situationsabhängig vorgehen", sagt Jürgensen. Wichtig sei, dass im Falle eines Unglücks die Feuerwehrzufahrten frei seien. Ärgerlich findet Angela Kavsek nur, dass für die Markierungen Metallplatten angebracht wurden. " Hätten dezente Linien mit wasserfesten Farben nicht auch gereicht?" Nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch eine der Verwendung von Steuergeldern. Dermaku und Kavsek akzeptieren dennoch die neuen Markierungen vor ihrer Tür. Die meisten Gäste stören sich ohnehin nicht an ihnen, sagen sie.
" Nanu? Ist das Kunst?" - die Stadt hat in der vergangenen Woche metallene Grenzmarkierungen auf dem Nikolaiort angebracht. Sie weisen nun auf die genehmigten Stellflächen der Straßencafes hin. " Warum bloß?", fragen sich nicht nur die Cafebetreiber.

Vor ein paar Jahren herrschte auf dem Nikolaiort noch gähnende Leere. Von Begegnungsstätte nichts zu spüren. Mit den Straßencafes kam die Wende. " Es gibt Gäste, die kommen jeden Tag hier hin. Einer sagt sogar, er fühle sich wie im Urlaub hier", sagt Bessim Dermaku, Betriebsleiter in der Cafe-Bar Celona.

Doch gerade solche Gäste wundern sich über die neuen Metallplatten, die nun das Pflaster des Platzes zieren. Zwangsläufig stelle sich eine Art " Käfiggefühl" ein, moniert ein Gast. Angela Kavsek von Schäffer' s Cafe und der Celona-Betriebsleiter " verstehen so viel Bürokratie nicht". Die Stadt versuche, auf Regeln hinzuweisen, die ohnehin von den Gewerbetreibenden eingehalten würden.

Auf Anfrage bei der Stadt Osnabrück stellt sich heraus, dass es keineswegs eine " willkürliche Maßnahme" der Behörden gewesen ist. Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen versichert, dass die Stadtverwaltung auf Grund einer Beschwerde tätig geworden sei. So habe sich einer der Gewerbetreibenden über die " Verhältnisse" auf dem Nikolaiort beschwert. " Offensichtlich gab es einen Interessenkonflikt", bestätigt Jürgensen.

Kavsek und Dermaku konnten hierzu nichts sagen. Eine Beschwerde ihrerseits habe es nicht gegeben. Der dritte im Bunde der Cafbetreiber auf dem Nikolaiort, Dieter Westerkamp, Inhaber des " Riva", wollte sich auf Anfrage unserer Zeitung zu dem Thema nicht äußern.

Bildunterschrift:
EINGEGRENZT: Die Metallmarkierung (20x20 cm) hat sie gar nicht wahrgenommen. Dabei sitzt die junge Frau rechts im Bild schon außerhalb der genehmigten Stellfläche. Foto: Pentermann
Autor:
dh


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