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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Naturdenkmale in Osnabrück: 51 Kastanien bilden einen grünen Tunnel
Zwischenüberschrift:
Seit 1958 steht die 850 Meter lange Allee "Lange Wand" in der Gartlage unter Naturschutz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gartlage (kgre) Nähme man den Namen der Langen Wand wörtlich, dürfte es ziemlich beklemmend hinter dem KME-Werk aussehen - doch von Mauern keine Spur. Stattdessen lädt eine Allee aus Kastanien zum Spazieren ein. Die 51 Bäume gehören zu den Naturdenkmalen in Osnabrück.

Als einen grünen Hinger beschreibt Landschaftsarchitekt Frank Bludau die Reihen der alten Bäume. " Diese grüne Vernetzung zwischen Gartlage und Bürgerpark ist für die Naherholung besonders wertvoll", sagt der Mitarbeiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Mit einem Stammumfang von 2, 60 Meter, einer Höhe von 21 Metern und einer Kronenbreite von 24 Metern beeindrucken die Rosskastanien jeden Wanderer. " Von den Laubbäumen haben Kastanien das dichteste Blätterdach." Seit 1958 steht die etwa 850 Meter lange Baumreihe unter Naturschutz.

1878 entstand der Bürgerpark, und aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Exemplare der Aesculus hip-pocastanum an der Langen Wand. Die Geschichte des Weges reicht aber viele Jahre zurück. Den Nonnen des Klosters Gertrudenberg diente die Lange Wand schon im 16. Jahrhundert als Weg zu ihrem Bauernhof in der Gartlage, wo sie Rinder und Kühe hielten. Aufzeichnungen aus dieser Zeit belegen, dass der Titel Lange Wand damals schon als Flurbezeichnung fungierte. Was heute ein romantisch anmutender Weg mit Blätterdach ist, war in der frühen Neuzeit wohl eine Viehweide. Jahrzehnte später, um die Jahrhundertwende, flanierten die Bürger der Stadt mit Vorliebe sonntags zum damaligen Kaffeehaus Gartlage - bis zum Ersten Weltkrieg ein beliebtes Ausflugsziel.

Rosskastanien können bis zu 200 Jahre alt werden, doch derzeit macht ihnen die Miniermotte das Leben schwer. Deren Larven, die in Deutschland zum ersten Mal vor elf Jahren entdeckt wurden, fressen Hohlräume in die Blätter, die dann vertrocknen. Bei starkem Befall kann der Baum erheblich geschädigt werden. Um der fiesen Motte das Leben schwer zu machen, muss das Laub unter den Rosskastanien ständig entfernt werden. Denn darin nisten die Puppen. Eine wirkungsvollere Bekämpfungsmethode gibt' s noch nicht.
Autor:
kgre


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