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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker Land: Müll-Chaos scheint erst einmal unwahrscheinlich
Zwischenüberschrift:
Herhof-lnsolvenz: Gesamtpaket oder Einzellösungen?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Insolvenzverwalter Bernd Ache ist optimistisch, den Abfallentsorger Herhof retten zu können, mit dem Stadt und Landkreis Osnabrück einen ab 2005 laufenden Vertrag über die Entsorgung der 85 000 Tonnen Restmüll in der Region geschlossen haben. Aber was könnte passieren, wenn sich der beabsichtigte Einstieg eines weiteren irischen Investors zerschlägt?

Die Müll-Situation: Da die Osnabrücker Herhof-Anlage nicht wie geplant zum Jahresanfang betriebsbereit war, wird der Müll bis Ende Mai erst einmal weiter auf der Piesberg-Deponie entsorgt. Ab Juni darf in Deutschland allerdings kein unbehandelter Müll mehr auf Deponien kommen. Sollte die Stabilatanlage im Osnabrücker Hafen, die als Weg aus der Krise möglich sind. Die aktuelle Lage: Auf dem Herhof-Gelände, wo die rund 24 Millionen Euro teure Trockenstabilatanlage fast fertig gestellt ist, herrscht der totale Stillstand. Die beauftragten Firmen haben Bauwagen und Container abgezogen. Einige Handwerker sollen nach Bekanntwerden der Insolvenz noch versucht haben, bereits eingebautes Material wieder zu entfernen. Inzwischen sind die provisorischen Zufahrten verzäunt, und der Sicherheitsdienst jetzt rund um die Uhr vor Ort.

Mögliche Lösungen: Das einfachste - der irische Herhof-Eigner Treasury Holding LtD und die Quinlan-Fondsgesell-schaft, die bei Herhof einsteigen will, finden schnell einen Weg, die unterschriebene Beteiligungsvereinbarung umzusetzen. Sollte die Stabilitätsanlage bis dahin nicht komplett fertig gestellt sein, sind Zwischenlösungen notwendig - zum Beispiel eine vorübergehende Lagerung des Abfalls, die aber genehmigungspflichtig ist.

Bildunterschrift:
GESICHERT UND von einem 24-Stunden-Wachdienst kontrolliert: das Herhof-Gelände am Fürstenauer Weg in Osnabrück.- Die Baufirmen haben ihre Container entfernt. Foto: Michael Hehmann

Insolvenzverwalter Bernd Ache ist optimistisch, den Abfallentsorger Herhof retten zu können, mit dem Stadt und Landkreis Osnabrück einen ab 2005 laufenden Vertrag über die Entsorgung der 85000 Tonnen Restmüll in der Region geschlossen haben. Aber was könnte passieren, wenn sich der beabsichtigte Einstieg eines weiteren irischen Investors zerschlägt. Ein Blick auf Szenarien, die als Weg aus der Krise möglich sind.

Die Müll-Situation: Da die Osnabrücker Herhof-Anlage nicht wie geplant zum Jahresanfang betriebsbereit war, wird der Müll bis Ende Mai erst einmal weiter auf der Piesberg-Deponie entsorgt. Ab Juni darf in Deutschland allerdings kein unbehandelter Müll mehr auf Deponien kommen. Sollte die Stabilatanlage im Osnabrücker Hafen bis dahin nicht komplett fertig gestellt sein, sind Zwischenlösungen notwendig - zum Beispiel eine vorübergehende Lagerung des Abfalls, die aber genehmigungspflichtig ist.

Die aktuelle Lage: Auf dem Herhof-Gelände, wo die rund 24 Millionen Euro teure Trockenstabilatanlage fast fertig gestellt ist, herrscht der totale Stillstand. Die beauftragten Firmen haben Bauwagen und Container abgezogen. Einige Handwerker sollen nach Bekanntwerden der Insolvenz noch versucht haben, bereits eingebautes Material wieder zu entfernen. Inzwischen sind die provisorischen Zufahrten verzäunt, und der Sicherheitsdienst jetzt rund um die Uhr vor Ort.

Mögliche Lösungen: Das einfachste - der irische Herhof-Eigner Treasury Holding LtD und die Quinlan-Fondsgesell-Schaft, die bei Herhof einsteigen will, finden schnell einen Weg, die unterschriebene Beteiligungsvereinbarung umzusetzen. Dann würden die avisierten Bankkredite an Herhof fließen, und der Insolvenzantrag könnte zurückgenommen werden. Die Zeit drangt allerdings: Die vier nordhessischen Kommunen, die mit Herhof einen ab Mitte 2005 laufenden Entsorgungsvertrag geschlossen haben, wollen bis zum 1. März vom Insolvenzverwalter Klarheit, wer Betreiber der im Kreis Hersfeld-Rotenburg in Bau befindlichen Trockenstabilatanlage wird. Gibt es bis März keine Entscheidung, soll der bestehende Vertrag gekündigt werden. Das würde die Chancen einer Gesamtlösung deutlich mindern. Dann dürfte der Insolvenzverwalter versuchen, die Interessentenlage für die einzelnen Herhof-Anlagen auszuloten. Eine mögliche Osnabrück-Variante: eine lokale Betreibergesellschaft. Da die Anlage im Osnabrücker Hafen fast fertig ist, scheint für die Region ein Müll-Chaos erst einmal unwahrscheinlich. Wie sagte ein lokaler Abfall-Profi vor einiger Zeit: " Bis die Anlage stand, habe ich nicht ruhig geschlafen, aber jetzt gibt es eine gute Basis."
Autor:
we


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