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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Verrostet: Schellenbergbrücke nicht mehr zu retten
Zwischenüberschrift:
Abriss und Neubau in zwei Jahren geplant - Stadtbaurat schwärmt: Neue Konstruktion ist leicht und transparent
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit fast einem Jahrhundert begrüßt sie im Osnabrücker Osten die aus Hannover anreisenden Zuggäste: die Schellenbergbrücke. Nun jedoch hat die letzte Stunde der " alten Dame" geschlagen - der Neubau der Schellenbergbrücke ist beschlossene Sache.

Freuen konnte sich die Stadt nicht wirklich, als ihr die Schellenbergbrücke nach einer gesetzlichen Neuregelung 1994 von der Deutschen Bahn AG als " Geschenk" überreicht wurde. Schließlich befand sich die Brücke in einem recht baufälligen Zustand: die Metallträger rosteten vor sich hin, während Teile des Betonunterbaus bereits auf die darunter liegenden Rangiergleise gefallen waren. Schon die Begegnung zweier Lastwagen setzte die Brücke einer echten Belastungsprobe aus. Um eine Herabstufung der Brücken-Tragfähigkeit zu umgehen, wurde schließlich die Fahrbahn vor einigen Jahren eingeengt.

Durch kosmetische Operationen war hier nichts mehr zu retten - nun ist der Abriss der Schellenbergbrücke beschlossene Sache. Gegen Ende 2006 soll es losgehen, erklärt der Stadtbaurat Jörg Ellinghaus. Die europaweite Ausschreibung nach einem Ingenieurbüro, das die Planung und Ausführung des Neubaus übernimmt, ist inzwischen abgeschlossen: Den Zuschlag hat das Osnabrücker Planungsbüro PMT bekommen. Auch auf ein Brückenmodell habe man sich inzwischen geeinigt: So favorisiert die Stadt eine aus Stahl konstruierte Bogenbrücke. " Leicht und transparent wird die neue Schellenbergbrücke", schwärmt Ellinghaus - schließlich solle die Brücke nicht nur funktionalen, sondern auch stadtgestalterischen Ansprüchen genügen. Etwa 130 bis 140 Meter weit wird sich die neue Brücke über den Hase-Kanal und zwölf Bahngleise spannen. Mit einer Bahn-Durchfahrts-höhe von 6, 20 Meter wird die neue Brückenkonstruktion etwas höher als das alte Modell - dies hat die Deutsche Bahn AG als Bedingung für einen finanziellen Zuschuss zum Brückenneubau gestellt. In welcher Höhe sich die Bahn beteiligen wird, wird derzeit noch verhandelt - der Großteil der notwendigen finanziellen Mittel wird jedoch aus dem Topf des " Gemeinsamen Verkehrsfinanzierungs-gesetzes" entnommen. Insgesamt werden die Kosten für den Bau auf rund 8, 5 Millionen Euro veranschlagt.

Eine komplizierte Angelegenheit wird der Neubau allemal: Schließlich verlaufen unter der Schellenbergbrücke die Fahrdrähte der Bahn. Diese kann den Zugverkehr auf der Strecke nach Hannover natürlich nicht einstellen - zumal die Bauzeit auf ein Jahr veranschlagt ist.

Zur Sache:
Schellenbergbrücke: Vor 92 Jahren erbaut

Die Schellenbergbrücke im Stadtteil Fledder wurde in den Jahren 1911 und 1912 errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke durch Bombentreffer vorübergehend unbrauchbar, doch Teile des 127 Meter langen Bauwerks, dessen fünf Felder vier unterschiedliche Kontruktionsmerkmale aufweisen, wurden immer wieder saniert. Durch das " Eisenbahnkreuzungsgesetz", welches im Zuge der Bahnprivatisierung 1993 verabschiedet wurde, ging die Schellenbergbrücke in den Besitz der Stadt Osnabrück über.

Bildunterschrift:
IHRE TAGE SIND GEZAHLT: Nach über 90 Jahren wird die Schellenbergbrücke abgerissen und durch eine moderne Bogenkonstruktiori ersetzt. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hop


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