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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bürger kannte Fundort noch aus den Kriegszeiten
Zwischenüberschrift:
Bergung des Blindgängers schwierig - Evakuierung kann bis in die Abendstunden dauern
Artikel:
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Originaltext:
8000 Menschen, die zwischen dem Westerberg, Eversburg, dem Piesberg, Haste und dem Hafen leben, werden am Sonntag, 31. Oktober, wegen der Bombenbergung ihre Häuser verlassen müssen. " Es mussten bei anderen Aktionen schon mehr Osnabrücker evakuiert werden. Solch eine große Fläche des Stadtgebietes wurde noch nie geräumt", sagte Jürgen Wiethäuper vom Ordnungsamt.

Ein älterer Bürger hatte sich an die Bombenentschärfer gewandt und ihnen von dem Blindgänger berichtet. 1944 war er Schüler und kam morgens auf dem Weg zur Schule an dem Graben vorbei. Eines Tages, nach einem Bombenangriff auf Osnabrück, beobachtete er einen Entschärfer, der zusammen mit Sträflingen in gestreiften Anzügen versuchte, die Bombe zu bergen. Doch sie lag so unglücklich und versank immer wieder im Wasser, dass man schließlich das Vorhaben aufgab. Der Blindgänger wurde wieder mit Erde bedeckt - und vergessen.

" Wir haben die Stelle untersucht und in gut sechs Meter Tiefe tatsächlich etwas geortet", berichtete gestern Sprengmeister Thomas Gesk. Schon jetzt steht fest, dass die Bergung des Blindgängers wegen des Grundwassers in der Haseniederung schwierig werden wird.

Möglicherweise kann der Blindgänger nicht vor Ort entschärft werden. Dann ist ein Transport des Bombenblindgängers mit anschließender Sprengung notwendig. Deswegen müssen so große Bereiche rings um Fundort und möglichen Sprengort gesperrt und evakuiert werden. Sicherheitshalber. Die Evakuierung wird voraussichtlich um 10 Uhr beginnen und kann sich bis in den Abend erstrecken. Der voraussichtliche Evakuierungsraum erstreckt sich vom Piesberg bis zum Westerberg und von Eversburg bis Haste.

Personen, Firmen und Institutionen, die von der Maßnahme betroffen sind, sollten sich rechtzeitig auf die Situation einstellen, hieß es gestern von der Stadt Osnabrück.

Auch ist mit umfangreichen Verkehrsbehinderungen durch die Straßensperrungen zu rechnen, weil die Stadt von Norden und Westen nicht erreicht werden kann.

Der Bahnverkehr zwischen Osnabrück, Rheine, Oldenburg und Bremen wird möglicherweise für mehrere Stunden unterbrochen.

Weitere Angaben zu den Transportmöglichkeiten und der Unterbringung in einem Evakuierungszentrum für die von der Evakuierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden in den nächsten Wochen folgen, die Neue OZ wird rechtzeitig darüber informieren.

Rückfragen können an den städtischen Fachbereich Bürger und Ordnung unter Tel. 323-4151 sowie - 2398 gerichtet werden.
Autor:
d.


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