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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zum Abschied gab es einen Bombenzünder
Zwischenüberschrift:
Evakuierung kleiner als geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bildunterschrift: DEN ZÜNDER schenkte Sprengmeister Thomas Gesk (links) Hun-IdertschaftsführerWoIfgang Günther. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück (d.) " Das habe ich noch nie gemacht", gestand Karl-Heinz Thiemann. Der Polizist, der sonst per Lautsprecherwagen die Menschen zum Verlassen der Häuser aufforderte, konnte gestern Tausenden mitteilen, dass sie in den Wohnungen bleiben dürfen.

Zwei Blindgänger, die unter der Lerchenstraße geortet worden waren, hätten einen Säurezünder haben können und gesprengt werden müssen. Doch als sich Sprengmeister Thomas Gesk und seine Kollegen gestern am frühen Morgen vorsichtig mit Schaufeln an die erste herangruben, stießen sie auf Sprengstoff im Erdreich: Der Blindgänger war schon zerborsten. Der zweite lag so günstig, dass seine Aufhängung zu sehen war. " Wahrscheinlich eine Fünf-Zentner-Bombe mit konventionellem Zünder", so Gesk gegen 10 Uhr. " Erkennen kann man die Art der Bombe und des Zünders mit den heutigen Messmethoden noch nicht.

Aber vor einigen Jahren hätten wir noch nicht einmal die Größe vorher bestimmen können", sagte Gesk auf die Frage, ob man nicht schon vorher hätte Entwarnung geben können.

Sofort nach den Freilegungen wurde der Evakuierungsradius von über 1000 auf 500 Meter verringert: Statt knapp 20000 mussten nur noch 5000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Kranke Menschen, die aus dem nun sicheren Bereich nicht mehr mit Krankenfahrzeugen evakuiert werden mussten, wurden sofort von der Feuerwehr informiert. " Wir bleiben trotzdem bei unserem geplanten Ausflug", sagte eine Familie in Widukindland.

630 Sicherheits- und Hilfsdienstkräfte räumten das Gebiet bis 13 Uhr, dann schraubte Gesk den Zünder heraus. Den schenkte er Wolfgang Günther, der von der Osnabrücker Hundertschaft der Bereitschaftspolizei (die schon bei vielen Evakuierungen im Einsatz war) nach Oldenburg wechselt.
Autor:
d.


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