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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bombe riss einen tiefen Krater auf
Zwischenüberschrift:
Erst spät in der Nacht konnten die Menschen wieder nach Hause zurückkehren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bildunterschrift
Krater der Bombensprengung mit Entschärfer: EINEN ACHT METER BREITEN KRATER riss der Blindgänger bei der Sprengung. Feuerwehrmann Norbert Lauxtermann suchte gestern den Ort nach Splittern des Blindgängers ab und wurde fündig (kleines Foto). Fotos: Jörn Martens

Osnabrück (d.) Um 21.07 Uhr der große Knall, der überall in der Umgebung die Fensterscheiben erzittern ließ, dann war am Donnerstagabend der Blindgänger unschädlich gemacht. Doch es dauerte noch lange, bis alle Menschen wieder zu Hause waren.

1000 Meter Sicherheitsradius rings um den Sprengort hatten die Bombenexperten gefordert. Wie notwendig so ein Abstand ist, zeigte gestern Morgen Feuerwehrmann Norbert Lauxtermann, der die Stelle kontrollierte:

Der Blindgänger war einen Meter tief eingegraben und mit 50 Ballen Stroh bedeckt worden. Nach der Sprengung klaffte im Rapsfeld ein vier bis fünfeinhalb Meter tiefer und acht Meter breiter Krater. Die Strohteile waren bis zu 200 Meter weit geflogen und hingen wie Lametta an den großen Buchen in der Umgebung. Und überall im Umkreis fand der Verbindungsmann zwischen Stadt und Bombenräumern noch Fragmente des Blindgängers.

Die Bewohner rings um den Fundort der Bombe an der Schlachthofstraße konnten sich freuen: Sie mussten nicht, wie vorgesehen, evakuiert werden. Und auch bei der Firma KME, die bei einer Entschärfung vor Ort mit dem Rohrwerk und dem Versand von der Bombenentschärfung betroffen worden wäre, konnte die Produktion normal weitergehen.

Dafür traf es unvorbereitet die Menschen in der Gartlage und in Teilen von Schinkel und Dodesheide: Sie wohnten rings um den Sprengort und mussten ihre Häuser räumen.

34 Kranke wurden gefahren

Die Evakuierung zog sich hin, denn die 150 Helfer von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk hatten plötzlich einen größeren Bereich zu evakuieren. 34 Menschen meldeten sich, die mit Krankenwagen zum Evakuierungszentrum gebracht werden mussten, in dem insgesamt 178 Bürger vorübergehend Aufnahme fanden.

Erst als alle Menschen das Gebiet geräumt hatten und auf der nahe gelegenen Bahn ein Zug gestoppt worden war, konnte der Sprengmeister die Bombe unschädlich machen. Danach mussten alle Evakuierten aus der Gesamtschule mit Bussen und Krankenwagen zurückgebracht werden. Es war für viele ein langer und anstrengender Abend.
Autor:
d.


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