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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von der grünen Welle am Wall nichts gemerkt
Zwischenüberschrift:
Einen Monat nach der Ampelumstellung gibt es Kritik - Viele sehen mehr Rot, als ihnen lieb ist
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vor einem Monat wurden 30 Ampeln umgestellt. Das Ziel: die grüne Welle auf dem Wall - im Uhrzeigersinn. Doch an vielen Einfallstraßen bilden sich jetzt lange Autoschlangen. " Es wird weiter optimiert", verspricht Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau.

" Die Optimierung ist ein permanenter Prozess", sagt Schürings. " Aus unserer Sicht läuft es verhältnismäßig gut." Er gesteht allerdings ein, dass es besonders bei den Straßenzuläufen zum Wall Probleme gibt. An den Kreuzungen Buersche Straße / Alte Poststraße, Möserstraße / Wittekindstraße sowie Neuer Graben / IHK sind schon Veränderungen vorgenommen worden. Jetzt wird die Kreuzung Rehmstraße / Schlosswall beobachtet. Auch hier wurden lange Autoschlangen gesichtet.

Wir haben jemanden gefragt, der sich im Osnabrücker Straßenverkehr auskennt. Michael Welz fährt seit 28 Jahren Taxi in Osnabrück. Er sagt: " Wenn ich davon (die grüne Welle) nicht in der Zeitung gelesen hätte, hätte ich nichts gemerkt." Eine ernüchternde Erkenntnis, findet er. Besonders freitagnachmittags sei es " katastrophal". Am Neuen Graben und auf Höhe Stüvestraße / Hase-Tor-Wall sei die Situation besonders schlimm. " Wenn dann noch die Feuerwehr die Grünphase kriegt, dann dauert es ewig." Welz fragt: " Warum kann man Knotenpunkte nicht individuell regeln?"

Darauf hat Franz Schürings eine simple Antwort. " Das geht nicht, weil alles zusammenhängt", sagt er. Dann seien auch andere Kreuzungen betroffen. Man müsse stets das Gesamtsystem betrachten. Für ihn steht trotz der Probleme fest: " Die Leistungsfähigkeit hat sich erhöht." Die Kritik nimmt Schürings dennoch ernst und verspricht: " Wir beobachten das weiter."

Michael Welz ist das nicht genug. Er plädiert dafür, dieTaxi-Fahrer bei solchen Vorhaben wie der Einrichtung einer grünen Welle mit in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Schließlich kenne kaum jemand die Verkehrssituation und Knotenpunkte so gut wie sie.

Die Probe zeigt, ob im Uhrzeigersinn oder ihm entgegen: An vielen Ampeln muss der Verkehrsteilnehmer anhalten. Sie zeigen Rot. Besonders auf der Wallhälfte von der Kreuzung Martinistraße / Heger-Tor-Wall bis zum Berliner Platz staut es sich regelmäßig. Grund ist auch, dass viele Linksabbieger auf die Kreuzungen fahren, obwohl die Ampel schon Gelb zeigt, und warten dort auf Weiterfahrt. Die Folge: Sie blockieren die Kreuzung für den Verkehr, der als nächstes Grün hat.

Michael Welz nimmt es mit Gelassenheit: " Ich kann es eh nicht ändern, und tragen kann ich mein Auto auch nicht."

Bildunterschrift:
UND WIEDER ZEIGT DIE AMPEL ROT: Während des Feierabendverkehrs klappt es nicht ..... mit der grünen Welle, sagt Michael Welz, der seit 28 Jahren in der Stadt Taxi fährt. Fotos: Thomas Osterfeld
Autor:
Meike Hohenbrink


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