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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Läuse-Plage wächst Eltern über den Kopf
Zwischenüberschrift:
Meinungen gehen auseinander: Nur ein hygienisches oder ein gesundheitliches Problem?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Südkreis (awe) Jedes Jahr dieselbe Plage: Kopfläuse machen sich in Schulen und Kindergärten auch im Südkreis breit. Nur ein hygienisches oder ein gesundheitliches Problem? Darüber gehen die Meinungen der Betroffenen auseinander.

Die Mutter einer Schülerin aus Bad Laer ist genervt: Die hartnäckigen kleinen Tierchen haben sich mal wieder in der Klasse ihrer Tochter ausgebreitet, nach Schätzung der Mutter das siebte Mal binnen drei Schuljahren. Als Quelle kommt eine bestimmte Familie infrage, die nimmt es mit der Hygiene offenbar nicht so genau, äußerte sich die Mutter gegenüber unserer Zeitung.

Von einer Zumutung spricht eine Mutter aus Glandorf. Sie verweist darauf, dass die Entlausung teuer ist. So koste eine Flasche des rezeptfrei oder auf ärztliche Verschreibung in der Apotheke erhältlichen Mittels zwölf Euro. Pro Haarwäsche braucht sie für sich und ihre drei Kinder zwei Flaschen. Hinzu kämen die Kosten für das häufige Waschen der Bettwäsche.

Nicht minder schlimm: Ihre Tochter verpasst Schulstunden, denn pro Lausbefall bleibe sie drei bis vier Tage zu Hause. Dass die Siebenjährige mit verlaustem Kopf nach Hause komme, sei mittlerweile ein Dauerzustand, beklagt die Mutter.

" Es sind immer die gleichen Familien. Wir haben schon versucht, mit ihnen zu reden, leider ohne Erfolg", ergänzte die Mutter aus Bad Laer. Zwar werde in den Schulen bei Elternabenden aufgeklärt. Man sei allerdings hilfslos, weil der vermeintliche Verursacher nicht erreicht werde. Eine Handhabe, die Familien aufzusuchen, gebe es bedauerlicherweise nicht.

An diesem Punkt sieht sich eine Schulleiterin bestätigt. Die Kopfläuse seien kein ureigenes Problem ihrer Einrichtung, sondern ein generelles, betonte sie. Dass die Läuse immer wieder auftauchten, hänge wohl nicht daran, dass

sie resistent geworden seien, sondern vielmehr daran, dass die empfohlene Behandlung nicht konsequent genug angewandt werde.

Mit Aufklärung allein sei es nicht getan, berichtete sie aus Erfahrung. Von Seiten des Gesundheitsamtes müsse eine Gesetzesänderung mit dem

Ziel gefordert werden, künftig die Familien aufsuchen zu dürfen: " Uns darf man mit diesem Problem nicht allein lassen", forderte die Schulleiterin.

Läuse seien eher ein hygienisches als ein gesundheitliches Problem, erklärte eine Sprecherin des Landkreises auf Anfrage. Das Gesundheitsamt berate die Einrichtungen sehr wohl: " Panik ist aber nicht angesagt. Läuse sind alltäglich, wenn auch nicht erfreulich."

Die Behördensprecherin verwies auf umfangreiches Info-Material, das den Einrichtungen zugesandt werde. Außerdem werden Elternabende angeboten, bei denen auch Amtsärzte informieren. Eine Handhabe, in die Familien zu gehen, gebe es vom Gesetz jedoch nicht. Insofern sei man auf die Kooperation zwischen den Schulen und den Elternhäusern angewiesen, um den Übertragungsweg zu stoppen.

Bildunterschrift:
NUR KONSEQUENTE BEHANDLUNG der Plagegeister hilft bei Lausbefall. Hierein Computerbild.Foto: dpa
Autor:
awe


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