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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die alte Satellitenschüssel und der Hochwasserschutz
Zwischenüberschrift:
Warum Fachleute zweimal im Jahr die Hase inspizieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine Satellitenschüssel hat in der Hase nichts zu suchen, ein Einkaufswagen auch nicht. Solche und andere Hindernisse kommen zum Vorschein, wenn der Unterhaltungsverband Nr. 96 " Obere Hase" seine Gewässerschau veranstaltet. Vor einigen Tagen war das ehemalige Klöckner-Gelände an der Reihe.

Gummistiefel und warme Kleidung sind unverzichtbar. Darüber hinaus braucht es vor allem ein fachkundiges Auge: Drohen durch Hase oder andere Gewässer der Region Überschwemmungen, und welche Maßnahmen können Gefahren abwenden? Zweimal im Jahr findet die Gewasserschau statt. An jeweils sieben Tagen im Frühjahr und Herbst untersuchen die vom Verband beauftragten Fachleute die rund 700 Kilometer Gewässer dieser Region. Größere Beeinträchtigungen, wie etwa umgestürzte Bäume, die einen Rückstau verursachen können, machen die Mitglieder an der Hase nicht aus. Allerdings nehmen sie viele Details auf, etwa den Einkaufswagen und die Satellitenschüssel, die im Fluss versenkt worden sind. An anderen Stellen haben Einwohner Grünabfälle ins Wasser geworfen. Notgedrungen wird der Verband die Abflusshindernisse beseitigen müssen.

Der Verband muss sicherstellen, dass die oberirdischen Gewässer ordnungsgemäß abfließen. Mit der Gewässerschau wird der Erfolg der Arbeit überprüft und damit auch, ob den Einwohnern Osnabrücks Hochwasser droht. Die Gefahr ist um so großer, da die Stadt in einer Talsohle zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge eingeklemmt ist. Hinzu kommt die Versiegelung großer Flächen in der Stadt. Bei starken Regenfällen fließt das Wasser zu schnell ab und kann vom Boden nicht vollständig aufgenommen werden.

" Jeder Niederschlag führt zu einem kleinen Hochwasser", sagt Verbandsgeschäftsführer Ulrich Schierhold. Dass es in Osnabrück schon seit Jahrzehnten nicht mehr zu nennenswerten Überschwemmungen gekommen sei, liege an der Vielzahl von Regenrückhaltebecken, die gewährleisten, dass die Niederschläge verzögert abfließen.

Noch in den fünfziger und sechziger Jahren war das Bestreben der Planer, dass das Wasser möglichst gradlinig und schnell abfließt, wie der Wasserwirtschaftler Dieter Hübnersagt. Die Folgen waren großflächige Versiegelungen und begradigte Gewässer.

Mittlerweile hat sich die Lehrmeinung um 180 Grad gedreht. Heute werden Flüsse wieder in einen naturnahen, gewundenen Verlauf versetzt, wie die Hase am ehemaligen Klöcknergelände oder auch der Huxmühlenbach.

Bildunterschrift Foto an der Hase:
ALLES IM FLUSS: Fachleute inspizieren die Hase (von links): Volker Beermann, Friede! Hemker, Andreas Möllenkamp, Ulrich Schierhold und Dieter Hübner.
Foto: Egmont Seiler
Autor:
hmd


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