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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Elch kontra Kranich
Zwischenüberschrift:
Stadtentwicklungsausschuss berät heute über Bedenken zur IKEA-Ansiedlung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (swa) Vertreibt Ikea Kraniche an einem Tümpel an der Autobahn 30? Diese Befürchtung einer Bürgerin gehört zu den Stellungnahmen im Ikea-Planänderungsverfahren. Heute berät der Stadtentwicklungsausschuss über diese Stellungnahmen und die Anmerkungen der Verwaltung dazu. Der Rat wird am 2. November über eine Planänderung entscheiden. So viel vorab: Die Verwaltung empfiehlt der Politik durchweg, den Anregungen nicht zu folgen.

Dass es sich bei dem von der Bürgerin genannten Wasserloch um einen Kranichrastplatz im Sinne wissenschaftlicher Vogelkunde handelt, bestreitet die Verwaltung. Sie empfiehlt dem Ausschuss deshalb, diesem Hinweis keine Bedeutung beizumessen. Es sei durchaus möglich, dass gelegentlich einzelne Kraniche auf der Durchreise dort ein Päuschen einlegen. Ein schützenswerter Rastplatz sei jedoch ein Gebiet, an dem größere Schwärme regelmäßig einfielen. Wenn dies an dem Tümpel in Hellern der Fall wäre, müsste er in Fachveröffentlichungen vermerkt sein, ist er aber nicht.

Bestrebungen, neben Ikea weiteren Einzelhandel in der Umgebung des Möbelhauses zu ermöglichen, erteilte die Verwaltung ebenfalls eine Absage. Ziel der Planänderung sei: Durch das Einrichtungshaus soll die " Zentralitätsfunktion" der Stadt Osnabrück als Oberzentrum im südwestlichen Niedersachsen gestärkt werden. Gleichzeitig soll aber auch verhindert werden, dass in dem bestehenden Gewerbegebiet eine Anhäufung von Fachmärkten entsteht.

Die Bürgerinitiative " Gemeinsam für Hellern" lehnt die Ansiedlung des Möbelhauses wegen der zu erwartenden " unverantwortbaren" Verkehrsbelastung ab. Eine normale gewerbliche Nutzung würde nie derartige Verkehrsmassen nach Hellern ziehen. Auch hier ist die Verwaltung anderer Ansicht:

Die bisher vorgelegten Gutachten zeigten, " dass durch die Ausweisung einer Sonderbaufläche für großflächigen Einzelhandel sowie der hiermit verbundenen Verkehrsmengenzunahme nicht mit signifikanten Belastungserhöhungen der Anwohner zu rechnen ist".

Auch die von der Initiative vorgebrachten Bedenken, dass das Ikea-Vorhaben mit den europäischen Naturschutzrichtlinien (FFH) oder dem Hochwasserschutz kollidiere, zerstreut die Verwaltung. In der Vorlage für den heutigen Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt der zuständige Fachbereich, " die Anregungen nicht zu berücksichtigen".
Autor:
swa


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