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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Früher Abwasser-Rinne, morgen wieder Natur
Zwischenüberschrift:
Die Stadt Osnabrück startet das Projekt "Lebendige Hase"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück

Früher Verkehrsweg und Namensgeber, Energiespender und Abwasserrinne, malerischer Spazierweg und ökologischer Rückzugsraum für Eisvogel oder Steinbeißer und Bachneunauge: Die Hase ist in vielerlei Hinsicht der Osnabrücker Fluss. Und Christiane Balks im Fachbereich Grün und Umwelt arbeitet daran, dass die " lebendige Hase" wieder stärker ins Blickfeld rückt.

In den letzten Jahren habe das Schwergewicht unter den Gewässern beim Natur- und Umweltschutz auf der Düte-Aue gelegen, so Christiane Balks: " Das wird sich künftig ändern. Wir wollen der Hase den Stellenwert in der Ökobilanz zurückgeben, die dieser Fluss verdient."

Fischtreppen für Lachs und Aal

Vorrangig ist dabei das Ziel, einen barrierefrcien Wasserlauf zu schaffen. Denn bislang kommen Aale und Bachforellen auf ihrer Wanderung stromaufwärts nur bis zum Alfsee. Dann ist vorläufig Schluss. Und auch im Stadtgebiet versperren derzeit noch vier Mühlenwehre und drei Schwellen den Zug der Fische in den Oberlauf des 170 Kilometer langen Gewässers. Die Richtlinien der Europäischen Union verpflichten jedoch alle Mitgliedsstaaten, zur " guten ökologischen Praxis" zurückzukehren: Bis 2008 soll eine Bestandsaufnahme aller Gewässer erfolgen, bis 2015 möglichst dieses Umweltziel erreicht sein.

Deshalb hat die Stadt Osnabrück sich langfristig das Ziel gesetzt, die " barrierefreie Hase" als natürlichen Lebensraum für Aal und Bachforelle zu erreichen: Diese Fische sollen bis zum Oberlauf wandern können.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Bei den Mühlen müssen Denkmalschutz und Staurechte beachtet werden, Anlieger haben eigene Interessen ebenso wie die Allgemeinheit, wenn es zum Beispiel um den Hase-Uferweg geht.

Deshalb will Christiane Balks die anstehende Bestandsaufnahme und das darauf gründende Konzept der " lebendigen Hase" mit Anliegern, Partnern und der interessierten Öffentlichkeit zusammen entwickeln. " Hase-Paten" zum Beispiel: " Diese Multiplikatoren sollen die Projektidee weitertragen."

Und weil der anstehende Diskussionsprozess und die Bürgerbeteiligung daran " beispielhaft auch für andere Städte" sein könne, hat die Stadt Osnabrück mittlerweile einen Projektantrag bei der Bundesstiftung Umwelt auf den Wege gebracht. Wenn alles gut geht, so hoffen die Akteure in der Umweltverwaltung, trägt die Stiftung die Hälfte der kalkulierten 250000 Euro für das Entwicklungsvorhaben.

DIE HASE HAT NOCH VIEL ENTWICKLUNGSPOTENZIAL, davon ist Christiane Balks im Fachbereich Grün und Umwelt überzeugt und will Mitstreiter werben. Foto: Jörn Martens


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