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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Rennbahn, Stolperfallen und die Ausbaukosten
Zwischenüberschrift:
Schledehausener Weg: Anwohner wollen altes Trottoir behalten
Artikel:
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Originaltext:
Rennbahn, Stolperfallen und die Ausbaukosten

Schledehauser Weg: Anwohner wollen altes Trottoir behalten

Darum (ack)

Schmucke Einfamilienhäuser, ordentliche Zäune und blühende Gärten - der Schledehauser Weg gehört zu den schönsten Gegenden der Stadt. Nur die provisorischen Gehwege im östlichen Teil der Straße passen nicht zu dieser Idylle. Jetzt soll das provisorische Trottoir aus festgestampftem Kies und Sand asphaltiert werden. Zur Freude der Anlieger, könnte man denken. Doch bei der Bürgersprechstunde zu Beginn der Sitzung des Ortsrates Darum-Gretesch-Lüstringen hagelte es Proteste.

" Das ist bestimmt, damit Christian Wulff keine dreckigen Schuhe kriegt", frotzelte ein Anlieger. Schließlich wohne der Ministerpräsident ja ganz in der Nähe. Und der ehemalige CDU-Ratsherr Klaus Steinmeier geißelte die seiner Meinung nach mangelhafte Beteiligung der Anwohner an der Entscheidung.

Warum so viel Aufregung über einen Ausbau, den der Ortsrat bereits Vorjahren einhellig beschlossen hat? Es geht dabei ums liebe Geld. Denn als den Anliegern jetzt die Ausbauankündigung ins Haus flatterte, enthielt sie die obligatorische Ankündigung von Erschließungsbeiträgen. Über deren genaue Höhe würden die Eigentümer beizeiten informiert.

Für Günter Becker ein Unding. Mit bis zu sechs Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche müsse er nun rechnen. Bei drei Grundstücken mit 3 500 Quadratmetern ergebe das für ihn eine stolze Ausgabe von 21 500 Euro. Und die Notwendigkeit des Ausbaus können er und die anderen, die auf dem sofort eingereichten Einspruch unterschrieben haben, nicht einsehen. Seit 1938 habe es doch auch ohne befestigten Gehweg funktioniert, argumentiert Becker. Außerdem sei die geplante Versiegelung von über 3 000 Quadratmetern nicht gerade ökologisch. Eine gut ausgebaute, grade Straße wirke für Raser zudem wie eine Einladung. " Das wird eine gefährliche Rennbahn", orakelte Anlieger Dieter Otten düster.

Doch die Stadtverwaltung verweist auf ihre Verkehrssicherungspflicht. Ein befestigter Fußweg gehöre nun einmal zu einer vollständig ausgebauten Straße, betonte Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau. Gerade bei Regen könnten sonst gefährliche Stolperfallen entstehen. Claus Wiebrock vom Fachbereich Finanzen gab zudem Entwarnung in puncto Beitragshöhe: Die werde unter fünf Euro pro Quadratmeter betragen, stellte er in Aussicht.

NUR EIN HOLPRIGES PROVISORIUM ist der Fußweg im östlichen Teil des Schledehauser Weges. Foto: Gert Westdörp
Autor:
ack


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