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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Verschandelt Gartencenter an dr B 68 die Landschaft?
Zwischenüberschrift:
CDU/FDP-Mehrheitsgruppe will an Planung festhalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Verschandelt Gartencenter an der B 68 die Landschaft?

CDU / FDP-Mehrheitsgruppe will an Planung festhalten

Von Rainer Lahmann-Lammert

Haste

SPD und Grüne sprechen von einer " Verschandelung der Landschaft", Stadtbaurat Ellinghaus plädiert für einen anderen Standort, aber die Ratsmehrheit von CDU und FDP findet den Plan ganz akzeptabel und hält daran fest: Das Gartencenter Münsterland will zwischen der Oldenburger Landstraße und der Bundesstraße 68 einen Gartenmarkt ansiedeln.

Eine eindrucksvolle Computersimulation, von zwei Spezialisten der Stadt mit einer nagelneuen Software entwickelt, verschaffte dem Stadtentwicklungsausschuss einen Eindruck von den erwarteten Eingriffen in das Landschaftsbild. So konnten die Ratsmitglieder den Gartenmarkt virtuell aus dem Flugzeug oder aus dem vorbeifahrenden Auto betrachten.

Mit ihrem dreidimensionalen Geländemodell machten Dirk Ohde (Fachbereich Städtebau) und Sven Düyffcke (Fachbereich Grün und Umwelt) deutlich, dass ein Gartencenter am vorgesehenen Standort schon von weitem unübersehbar wäre. Und das, obwohl der Investor sich bereit erklärt haben soll, den felsigen Untergrund großflächig um sieben Meter abzutragen.

Stadtbaurat Jörg Ellinghaus sah sich durch die Computersimulation in seiner Ablehnung bestätigt. Die Bundesstraße 68 gehöre zu den wenigen Stadteingängen, die noch nicht " vermurkst" seien. Mit einem Gartencenter an dieser Stelle werde das intakte Bild zerstört. Die Pläne seien wohl noch nicht ganz zu Ende gedacht, meinte Ellinghaus. Immerhin gehe es um auch die Frage, welcher Blick den Besuchern der Bundesgartenschau zugemutet werde, wenn sie nach Osnabrück kämen.

Sabine Bartnik von den Grünen stieß ins selbe Horn: Man dürfe den " schönen Blick" nicht mit einem Gartenmarkt verstellen. Ulrich Hus (SPD) sprach sich dafür aus, die Planungen zu beenden. Und Dr. Horst Simon, als parteiloses Mitglied für die SPD in den Ausschuss berufen, spottete: " Jede Bürgerschaft hat das Recht, ihre Stadt so zu verschandeln, wie sie will."

Das sahen die Politiker der Mehrheitsgruppe ganz anders. Von einer " wunderschönen Eingangssituation könne doch keine Rede sein", meinte Brigitte Gantke von der FDP und fügte hinzu: " Ich hab mir das viel schlimmer vorgestellt." Ratsherr Heinz-Josef Klekamp (CDU) sprach sich für eine " abwechslungsreiche Gestaltung" des Gartenmarkts aus und gab die weitere Marschrichtung für die Mehrheitsgruppe vor: Ein neuer Beschluss sei nicht nötig, die Pläne sollten zügig weiterverfolgt werden: " Wir freuen uns über jeden Investor."

GROSSRÄUMIGE ERDBEWEGUNGEN sollen den geplanten Gartenmarkt (blau) besser in die Landschaft integrieren: links die B68, rechts die Oldenburger Landstraße mit den FH-Gebäuden.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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