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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alte Bäume wie in einem Park
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten:
 
Wo früher viel gefeiert wurde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten

Alte Bäume wie in einem Park

Wo früher viel gefeiert wurde

Westerberg (andi) Der ursprüngliche Garten ist Vergangenheit, vielleicht kennt Renate Schwartze seine Größe deshalb nur in einem längst nicht mehr gängigen Flächenmaß: 14 Morgen - so groß, dass man mit einem Ochsen 14 Vormittage zum Pflügen brauchte - war der Garten, als ihr Vater ihn vor 100 Jahren kaufte.

Das sind umgerechnet ungefähr dreieinhalb Hektar. Auf dieser Fläche am Westerberg spielten sich, bevor sie zum privaten Familienanwesen wurde, ganze Volksfeste ab: in der Gartenwirtschaft " Lustgarten", die dort angesiedelt war. Die Osnabrücker feierten hier gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Beispiel das " Sedanfest", den Nationalfeiertag zum Sieg über Frankreich im Jahr 1871.

Der Ginkgo biloba dürfte damals schon über die Feiernden gewacht haben: " Der Baum ist ungefähr 120 Jahre alt", erzählt Renate Schwartze, " inzwischen ist er ein Naturdenkmal." Eines, das im Oktober wieder mit seiner goldenen Blattfärbung bezaubern wird. Der Baum steht in dem einige hundert Quadratmeter großen Teil des alten Gartens, der bis heute in Familienbesitz ist. Die große, von ihrem Vater erbaute Villa, in der Renate Schwartze aufgewachsen ist, wurde im Krieg zerstört. Ihre Kinder sind im früheren, für diesen Zweck ausgebauten Gärtnerhaus groß geworden, in dem sie selbst heute noch lebt.

Obwohl der Garten am Haus nicht mehr ganz die ursprünglichen Dimensionen hat, hat er seine parkartige Ausstrahlung nicht verloren. Das liegt am alten Baumbestand und an der hohen alten Natursteinmauer, die immer noch das ursprüngliche Grundstück als Ganzes umgibt. Auch Ende September blüht es noch in den gepflegten Beeten, die die Rasenfläche umgeben, dafür sorgen unter anderem Anemonen, Astern und verschiedene Hostasorten. Nur die Schönheit der Rosenblüte verpasst der späte Besucher: Kletterrosen am Haus und an der Gartenmauer, Strauchrosen im Beet - Rosa ist hier zur Blütezeit die dominierende Farbe.

Renate Schwartze kümmert sich gerne selbst um ihren Garten. " Das ist mein Hobby, muss ich wirklich sagen! Mit Erde arbeiten ist ein Gesundbrunnen", erklärt sie.

An der höher gelegenen Terrasse und am Gartenweg sind die Beete mit Holzbohlen eingefasst, die beiden Ebenen von Garten und Sitzbereich sind mit einem runden Beet verbunden - diese moderneren Elemente fügen sich hier harmonisch zu den klassischen.

MODERNE und klassische Elemente bilden im Garten von Renate Schwartze eine harmonische Einheit. Foto: Elvira Parton
Autor:
andi


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