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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Geige auf dem Kopf zerschlagen
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Eversburger Chronik: Bürgerverein stellt das Werk von zwei Historikern vor
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Originaltext:
Geige auf dem Kopf zerschlagen

Eversburger Chronik: Bürgerverein stellt das Werk von zwei Historikern vor

Eversburg (mlb) " Weißt du noch?" - so fangen viele Gespräche älterer Menschen an. Das war in der Geschichtswerkstatt des Bürgervereins Eversburg genauso. Damit die Erfahrungen und Erlebnisse der Zeitzeugen nicht verloren gehen, hat der Verein jetzt die " Chronik Eversburg" herausgegeben.

" Hier, das bin ich", ruft Elli Wendt und zeigt auf ein Foto auf der Rückseite des Buches. Die 86-Jährige ist eine von 40 Eversburgern, die Dr. Bernd Thober für die Chronik befragt hat. " Es ist eine spannende Sache, in zahlreiche Biografien einzutauchen", meint der promovierte Sozialwissenschaftler. Die Interviews sind im Buch anonymisiert: " Wir wollen ja niemanden bloßstellen", meint Friedhelm Groß, der Vorsitzende des Bürgervereins. Das gilt sicherlich auch für den Lehrer, der einem Schüler eine Geige auf dem Kopf zerschlug, weil der beim Singen nicht die Töne traf.

Anhand von Beispielen aus dem Alltag wird im Buch Geschichte lebendig. Es nähert sich in dieser Form auch dem Vereinsleben, dem wirtschaftlichen lieben oder den Religionsgemeinschaften. " Das Buch ist ein Kaleidoskop, das das gefühlte Eversburg zwischen 1900 und 1950 zeigt", erläutert Bernd Thober. Er hat den zweiten Teil des Buches verfasst.

Das erste Kapitel stammt aus der Feder von Folkert Klaaßen. Er hat sich der Geschichte des Stadtteils anhand historischer Quellen genähert und beschreibt die Entwicklung von Eversburg vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Zahlreiche Bilder ergänzen die Texte.

Hervorgegangen ist die Idee zum Buch aus der Geschichtswerkstatt des Bürgervereins. Sie trifft sich seit Januar 2003 im Piesberger Gesellschaftshaus. Unter diesem Dach ist auch die Chronik entstanden. Geschäftsführerin Imke Wedemeyer stellte den Autoren einen Raum zur Verfügung. 15 Monate hat es gedauert, bis das 192 Seiten starke Werk fertig war. Die Kosten trugen die Agentur für Arbeit, das Land, die Stadt und der Bürgerverein.

" Das ist ein Projekt, das man auch in anderen Stadtteilen machen sollte", schwärmt Friedhelm Groß und empfiehlt die beiden Autoren des Buches wärmstens weiter. Zukunftspläne hat er allerdings auch selbst. So plant er, die Bilder, die nicht im Buch abgedruckt wurden, in einem Bildband zu veröffentlichen, " und es hindert uns ja auch niemand daran, einen zweiten Band der Chronik aufzulegen."

Hier gibt' s die Chronik

Die Chronik Eversburg kostet 19, 80 Euro und ist bei den Vorstandsmitgliedern des Bürgervereins Eversburg erhältlich: Ingrid Arendt, Eichenstraße 18, und Friedhelm Groß, Land-wehrstraße 16. Außerdem ist sie bei folgenden Stellen zu bekommen: Piesberger Gesellschaftshaus, Glückaufstraße 1; Sparkasse Osnabrück, Eversburger Platz; Gärtnerei Feldkamp, Trift Straße 23; Tapeten Altrup, Natruper Straße 232; Toto/ Lotto Schreiber, Atterstraße 28.

GESCHICHTE UND GESCHICHTEN aus Eversburg sind in der Chronik nachzulesen, die der Bürgerverein jetzt vorstellte. Das Foto zeigt (stehend, von links) Friedhelm Groß, Folkert Klaaßen, Dr. Bernd Thober und Imke Wedemeyer.Foto: Hermann Pentermann
Autor:
mlb


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