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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Die FH ist ein Moloch, der alles verschlingt"
Zwischenüberschrift:
Die rollende Redaktion auf dem Parkplatz von Wellmann-allfrisch an der Lotter Straße:
 
Parkplatznot am Campus entzweit den Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt (hin/ slx) Caprivistraße kontra Blumenthalstraße: Die rollende Redaktion wurde gestern von Klagen der Anwohner beider Straßen über den zunehmenden Verkehr fast überfahren.

Dabei standen sich die Standpunkte unversöhnlich gegenüber. Seit der Eröffnung des Seminargebäudes an der Caprivi-Kaserne herrscht Parkplatznot rund um den Campus. Die Anwohner der Blumenthalstraße würden den Verkehr am liebsten komplett über die Caprivistraße abgewickelt sehen, Caprivistraßen-Anlieger fordern, dass die Last auf alle Straßen verteilt wird. In einem Punkt waren sich alle einig: Die Planer des FH-Gebäudes hätten vorher die Parkplatzfrage klären müssen. Hier eine Auswahl von Lesermeinungen:

Joachim Gratzke: Die Fachhochschule ist ein Moloch, der alles verschlingt. Der Neubau ist ein hässlicher Betonklotz, der hier nicht hingehört. Die FH hätte auf der grünen Wiese neu bauen müssen.

Tim Heibrecht: Auf der Blumenthalstraße ist es durch das Kopfsteinpflaster erheblich lauter geworden. Und seit die FH fertig ist, kommen immer mehr Parker. Schade, dass sich die Stadt hinsichtlich der Erschließung nicht standhaft zeigt. Klaus Tisson: Ich wohne an der Caprivistraße. Dort fahren nachweisbar täglich fast 15 000 Autos. Auf der Blumenthalstraße sind es 1 000. Die Zahlen wurden ermittelt, als die FH noch nicht in Betrieb war. Daran sieht man, dass die Caprivistraße schon die Hauptlast trägt und nicht noch mehr vertragen kann. Ich finde, die Zu- und Abfahrt kann gut über die Blumenthalstraße abgewickelt werden.

Karl-Heinz Städler (Bismarckstraße): Das Parken ist eine Katastrophe. Wir kommen kaum aus der Garage raus. Ich habe schon ein paarmal die Polizei gerufen.

Margret Nietmann: Es wird so wild geparkt, dass kaum noch ein Durchkommen ist. Ich finde, dass der Verkehr über eine Straße geführt werden sollte und nicht durch das ganze Viertel. Außerdem stört mich das Kopfsteinpflaster sehr. Das macht den Verkehr unglaublich laut.

Jürgen Goebel: 80 Prozent der Autos, die an Zeppelinstraße und Edinghäuser Straße parken, gehören Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Das Parken ist wirklich eine Katastrophe. Hat denn keiner überlegt, wo die Studenten parken sollen? Da muss man doch jemanden zur Verantwortung ziehen!

Christa Richter: Ich wohne an der Caprivistraße. Ich habe schon zweimal den Abschleppwagen bestellt, weil unsere Einfahrt zugeparkt war. Es reicht uns. Ich lade die Leute von der Blumenthalstraße gern ein, damit sie mal den Verkehr aus unserer Sicht erleben.

Felicitas Egerland: An der Caprivistraße haben wir eine ganz andere Situation, denn dort gibt es eine offene Bauweise. Bei uns an der Blumenthalstraße wackeln die Tassen im Schrank. Sie können gern mal bei uns schlafen, damit Sie erleben, wie es ist. Ute Ranke: (legt ihre Beschwerden schriftlich vor) Die Straßen sind zugeparkt, der Parkplatz der Caprivi-Kaserne ist jetzt - Mittwoch, 11 Uhr - voll. Geparkt wird auch auf den Gehwegen und der Zufahrt zur FH. Es wird zu schnell gefahren, und es fehlt an Tempo-30-Schildern. Michael Nieberg: Wir bauen ein Haus auf dem ehemaligen Kasernengelände. Jeden Tag stehen auf dem Baugelände fremde Autos, die die Zufahrt versperren. Wenn die Sophie-Charlotte-Straße für den Durchgangsverkehr geöffnet wird, gibt' s eine Klagewelle. Die Sackgasse ist vertraglich vereinbart. (Nach zehn Minuten ist er wieder da.) Ich habe gerade mal nachgeschaut: Auf dem FH-Parkplatz sind jetzt 50 Plätze frei.

Karin Heuwer: Man hätte eine Tiefgarage bauen sollen. Es wäre schlimm, wenn jetzt es auch noch eine Buslinie über die Caprivistraße gäbe.

Winfried Ohlms: (Blumenthalstraße) Wir wollen keinen Krach mit der FH, aber so geht das nicht. Ferdinand Becker: Die Stadt wollte mit dem Kopfsteinpflaster das Historische wieder herstellen, aber das passt nicht in die heutige Zeit mit anderen Verkehrsverhältnissen. Das Pflaster ist ein echter Lärmfaktor.

Holle Sauerwein: Seit dem Umbau der Kreuzung Katharinenstraße / Kirchenkamp kommt da kein Kind mehr allein über die Straße. Es wäre besser, wenn dort wieder ein Zebrastreifen wäre. In der Uhlandstraße wurde viel Geld für Kopfsteinpflaster ausgegeben. Das führt dazu, dass die Radfahrer über die Bürgersteige fahren.

Wilfried Heemann: Ich frage mich, ob es am Lieneschweg bessere Autofahrer gibt. Bei uns am Kirchenkamp gibt es gleich drei Aufpflasterungen. Am Lieneschweg nicht eine Einzige.

Kurt Sanders: Die Stadt muss die grundlegende Frage des Parkens an der FH lösen. Alle Straßen müssen gleich stark belastet werden.

Gabriele Niekamp: Es wäre toll, wenn es auf der Lotter Straße zwischen der Gellertstraße und der Apotheke einen Zebrastreifen gäbe. Die Kinder müssen immer einen Umweg über die Ampel machen.

Christel Jansen: An der Ernst-Sievers-Straße stehen drei Platanen. Vielleicht kann die Stadt wie an anderen Stellen darunter Dauergrün anpflanzen. Wir Anlieger würden uns dann um die Pflege kümmern.

Jürgen Martinsen: Auf der Lotter Straße benutzen viele Radfahrer den Fußweg als Rennstrecke. Eng wird es besonders an den Bushaltestellen. Muss denn erst ein Unfall passieren?

Werner Rohling: Bislang konnten wir mit der Augustenburger Straße zufrieden sein. Wenn auf dem ehemaligen Depotgelände aber ein Baugebiet entsteht, wird es mehr Verkehr geben. Was einst ruhig war, könnte schlimm werden.

Claus Hinz: An der Bismarckstraße ersaufen wir im Verkehr. Nur wenn samstags keine Studenten und FH-Bediensteten da sind, ist jede Menge Platz. Eventuell könnte man den Bolzplatz am Botanischen Garten zu einem Parkplatz umfunktionieren.

Achim Reichert: Der Belag der Lotter Straße muss dringend erneuert werden.

Lisa Uhlic: Hier lässt es sich wunderbar leben. Da gibt es nichts zu meckern.

EIN ÄRGERNIS für viele Anlieger der Blumenthalstraße: die Einfahrt zur Fachhochschule. Die Bewohner beklagen Verkehrslärm und akute Parkplatznot.Foto: Michael Hehmann

DEN ZEBRASTREIFEN an der Kreuzun Kichenkamp / Katharinenstraße vermisst Holle Sauerwein.

WER IST FÜR DAS CHAOS verantwortlich? Jürgen Goebel (links) im Gespräch mit Wilfried Hinrichs, Leiter der Stadtredaktion.
Autor:
hin, six


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