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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Riesenaufwand hätte sich nicht gelohnt"
Zwischenüberschrift:
Pläne für "Mittlere Verbindung Süd" seit langem vom Tisch - Bürgerverein schlägt Grünfläche vor
Artikel:
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Originaltext:
" Riesenaufwand hätte sich nicht gelohnt"

Pläne für " Mittlere Verbindung Süd" seit langem vom Tisch - Bürgerverein schlägt Grünfläche vor

Wüste (hmd)

Große Pläne hatten die Verkehrsplaner in den siebziger Jahren für die Wüste. Die Schreberstraße sollte den Stadtteil als " Mittlere Verbindung Süd" erschließen. Doch das Projekt wurde fallen gelassen. Und die Kanalschächte stehen immer noch wie vergessene Riesenspielzeuge in der Landschaft.

Ungewöhnlich breit ist die Schreberstraße direkt am Heinrich-Lübke-Platz ausgebaut, wo sie von der Martinistraße abzweigt. Doch schon nach 200 Metern ist der Spuk zu Ende. Was bleibt, ist ein Trampelpfad für Fußgänger und Radler, der bis zum Pappelgraben führt.

Da stehen sie, die seltsamen Gebilde. Vor 30 Jahren setzten die Kanalbauer die Betonschächte schon passend für die Straße, die nie kam. Für große Verkehrsströme war sie geplant, und im noch heute gültigen Bebauungsplan ist sie breiter eingezeichnet als die Hiärm-Grupe-Straße. In einem weiten Bogen sollte die Mittlere Verbindung Süd über den Pappelgraben, die Rehmstraße, die Limberger Straße und die Bödekerstraße bis zur Parkstraße führen. So lässt es auch der Flächennutzungsplan von 1978 erkennen.

Der aktuelle Flächennutzungsplan ist da schon weiter. Er kennt die " Wüstenautobahn", wie sie damals genannt wurde, nicht mehr.

Vor 30 Jahren sollte die Verbindung das Straßennetz vervollständigen, sagt Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel. Schon Mitte der achtziger Jahre hatte sich das Thema aber erledigt: Der " Riesenaufwand", so Apel, habe sich nicht gelohnt für eine Verbindung quer durch Wohngebiete: " Sie hätte keine Entlastung für die Menschen gebracht." Aus heutiger Sicht gilt: " Wo keine Straße ist, kommt auch keine mehr hin", sagt Apel mit Blick auf den heutigen Fuß- und Radweg. Es sei denkbar, das breit ausgebaute Teilstück am Heinrich-Lübke-Platz den Realitäten anzupassen und schmaler zu gestalten, entsprechend den benachbarten Wohnstraßen. Die Diskussion über die Mittlere Verbindung Süd hat aber auch noch andere Spuren hinterlassen. Sie gab einen Anstoß für die Gründung des Bürgervereins Wüste im Jahr 1984: " Das hat den ganzen Stadtteil betroffen", sagt Vorstandsmitglied Claus Runge heute. Damals war er im Tiefbauamt der Stadt an den Planungen beteiligt.

Heute ist er froh, dass es nicht dazu gekommen ist.

Der Bürgerverein Wüste feiert am Samstag übrigens sein 20-jähriges Bestehen. Er tritt dafür ein, dass die ehemals für die Mittlere Verbindung Süd reservierte Fläche zwischen Jahnstraße und Pappelgraben als Grünzone erhalten wird.

WIE VERGESSENE RIESENSPIELZEUGE wirken die Kanalschächte zwischen Wüstensee und Pappelgraben. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
hmd


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