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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Wilde Katze zerkratzte ihren (Höhen-)Retter
Zwischenüberschrift:
Schwarzes Tier saß drei Tage lang auf einem Baum fest und jammerte unentwegt nach seinem Kind
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wilde Katze zerkratzte ihren (Höhen-) Retter

Schwarzes Tier saß drei Tage auf einem Baum fest und jammerte unentwegt nach seinem Kind

Lüstringen (d.) Wenn eine Katze auf einem Baum sitzt, rückt die Feuerwehr natürlich nicht sofort aus. Doch wenn das Tier seit drei Tagen in den Ästen hockt, jämmerlich jault und maunzt und die Anwohner fast um den Verstand bringt, ist Hilfe selbstverständlich. So geschehen am Sonntagabend in Lüstringen.

Es war eine wilde Katze, die hoch in den Ästen zwischen den Wohnhäusern am Kreuzhügel hockte und panisch nach ihrem Kind maunzte, das verlassen und ängstlich unten vor dem Baum saß - und gleichfalls jammerte.

" Wenn ein Stubentiger auf dem Baum hockt, beruhigen wir die Anrufer. Meist kommen die Tiere von selbst wieder herunter. Nach ein, zwei Tagen treibt sie der Hunger", sagt Feuerwehrmann Jan Südmersen. Falls nicht, haben seine Kollegen und er die Erfahrung gemacht, dass sich die Hauskatzen dann meist gern und problemlos von der Feuerwehr packen lassen.

Problemlos ging es in Lüstringen am Sonntag jedoch nicht zu. Als die Anwohner das Gemaunze nicht mehr aushielten und die Feuerwehr alarmierten, war ein Einsatz der großen Drehleiter zwischen den Bäumen nicht möglich und die Steck- und Schiebleitern schlicht zu kurz. Alarm schließlich für die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr.

Jan Südmersen seilte sich auf acht Meter Höhe an den schwarzen Tiger heran. Gut gesichert, wollte er die Katze packen. Doch die reagierte panisch: Zuerst rutschte sie ab und krallte sich, an zwei Pfoten hängend, an einem Ast fest, dann ging sie auf ihren Retter los, der sie zu fassen bekam und zerbiss und zerkratzte ihm die Hände, Aus Angst vor den vielen Menschen und Lichtern und Panik wohl auch um ihr Junges riss sie sich los, stürzte acht Meter in die Tiefe - und landete wohlbehalten auf allen Vieren. Das sicher gut trainierte Tier schüttelte sich kurz und verschwand in den Büschen und mit ihm das Junge. Immerhin: Der Katzenjammer hatte ein Ende.

HOCH IN DEN BAUMWIPFELN jagte Jan Südmersen von der Höhenrettungsgruppe nach einer Katze. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
d.


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