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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Landgestüt: im Januar beginnt der Umbau
Zwischenüberschrift:
Grünflächenpflege zieht an die Klöcknerstraße - Denkmalgeschützte Gebäude bleiben erhalten
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Originaltext:
Landgestüt: Im Januar beginnt der Umbau

Grünflächenpflege zieht an die Klöcknerstraße - Denkmalgeschützte Gebäude bleiben erhalten

Hafen (rei)

Nur die Reste eines zerbrochenen Logos erinnern noch an den Zirkus Althoff, der hier früher sein Winterquartier hatte. Im Eversburger Gestüt herrscht gähnende Leere. Ab August 2005 wird sich das ändern. Dann zieht die Grünflächenpflege an die Klöcknerstraße.

Derzeit ist die Grünflächenpflege an den drei Standorten Koksche Straße, Buersche Straße und Turnerstraße zu finden. Mit der Zusammenlegung schlagen die Fachbereiche Grün und Umwelt sowie Immobilien und Hochbau zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird das denkmalgeschützte Gestüt einem neuen Zweck zugeführt und damit sein Verfall gestoppt. Zum anderen können die drei jetzigen Standorte für den Wohnungsbau freigegeben werden.

Ab Januar soll das Gelände für seine künftige Bestimmung hergerichtet werden, teilt Joachim Götz, Fachbereichsleiter Immobilien und Hochbau, mit. Dann wird im östlichen Teil ein Sozialgebäude für die Gärtner und Baumpfleger entstehen. Außerdem werden Container für Grünabfälle auf den Hof kommen. " Viel Platz gibt es dann nicht mehr hier", sagt Joachim Götz mit Blick über die 33 000 qm große Fläche. Rund 1, 8 Millionen Euro werde der Umbau kosten.

Wo bis vor einiger Zeit die Boxen für Kamele und Pferde untergebracht waren, sollen demnächst Kleingeräte wie Rasenmäher und Fräsmaschinen stehen. Erhalten bleiben müssen alle denkmalgeschützten Details: Paul Stockhoff, Ingenieur beim Hochbauamt, verweist auf die Futtertröge in der Wand und die gepflasterten Fußböden. Ähnliches gilt für die ehemalige Reithalle, wo demnächst Lastwagen und Hubanlagen für die Baumpfleger abgestellt werden. " Die Dachkonstruktion hat einen besonderen Wert", betont Stockhoff und verweist auf die komplizierte Balkenkonstruktion.

Neben dem Denkmalschutz zählt für die Bauherren Stefan Otte, Leiter der Grünflächenpflege, und Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Grün und Umwelt, auch der Umweltschutz. So soll mit einer großen Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Fahrzeughalle Strom erzeugt werden. " Und die Heizung soll eine CO2-neutrale Holzhackschnitzelanlage sein", kündigt Gerdts an. " Ein Vorteil der Lage ist auch die Nähe zum Abfallwirtschaftsbetrieb", freut sich der Fachbereichsleiter. Denn dort, an der Hafenringstraße, werden die Fahrzeuge der Grünflächenpflege betankt.

Zur Sache: Das Landgestüt Eversburg

Ställe und Reithallen vom Ministerium errichtet

Historisch gesehen, gehört das Landgestüt an der Klöcknerstraße zu Eversburg, nach amtlicher Lesart liegt es im Stadtteil Hafen. Auf den ehemaligen Gutsländereien der Eversburg errichtete das Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten von 1923 bis 1939 das Landgestüt. Sein Zentrum war ein rechteckiger Platz, umgeben von Ställen und Reithallen, mit Wirtschafts- und Nebengebäuden. Dazu kamen Wohngehöfte für Gestütswärter an der Petrusallee und der Eversburger Straße. Bemerkenswert sind die im einheitlichen Stil errichteten Gebäude. 1961 wurde das Gestüt aufgegeben, ein Teil der Gebäude musste Industrieansiedlungen weichen. In den 60er Jahren übernahm der Reiterverein Osnabrück das Areal, der später an den Rubbenbruchsee zog. Das Gestüt diente fortan dem Zirkus Althoff als Winterquartier. (rll)

PLATZ FÜR DIE GRÜNFLÄCHENPFLEGE: Das Gestüt wird bald umgebaut (auf dem Foto Joachim Götz, Paul Stockhoff, Detlef Gerdts und Stefan Otte. Foto: E. Parton
Autor:
rei


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