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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wird der Spielplatz dem Baumarkt geopfert?
Zwischenüberschrift:
Siedlung im Schloh könnte von der Blankenburg abgehängt werden - Anwohner wehren sich
Artikel:
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Originaltext:
Weststadt (hop) Herumliegende Abfälle sucht man hier vergebens. Der Kinderspielplatz an der Straße " Im Schloh" ist mit seiner sattgrünen, frisch gemähten Fußballwiese und den bunt lackierten Klettergerüsten sicherlich einer der schönsten in Osnabrück. Doch nun herrscht dicke Luft im Schloh: Muss der Spielplatz weg?

Wenn neben Aldi das Bau- und Gartencenter Bahr errichtet würde, müsste der Verkehr an der Blankenburg neu geregelt werden, wahrscheinlich durch eine Ampel an der Zufahrt zur Hans-Wunderlich-Straße. Wie in einer CDU-Veranstaltung bekannt wurde, erwägt die Stadt, die auf der anderen Seite gelegene Sackgasse " Im Schloh" von der Blankenburg abzuhängen und stattdessen zur Rheiner Landstraße zu öffnen.

Der Kinderspielplatz im Schloh, über den die Anwohnerschaft einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen und den sie in Eigenregie erweitert hat, würde diesen Plänen zum Opfer fallen. Denn er liegt dort, wo die neue Ein- und Ausfahrt Richtung Rheiner Landstraße verlaufen könnte.

" Durch diese Straßen Verlegung würde sich unsere Siedlung zum abgeschotteten Niemandsland entwickeln", warnt die Anwohnerin Silke Piepmeyer, Mutter der siebenjährigen Julia. Für die Kinder in der Siedlung gebe es keine alternativen, nahe gelegenen Spielangebote, zumal sie die stark befahrene Straße " An der Blankenburg" nicht alleine überqueren sollten.

Zudem müsste die Straße des Schloh erweitert werden dem unbeschwerten Herumtollen der Kinder in der verkehrsberuhigten Siedlung würde dies ein Ende bereiten. Auch dem 44-jährigen Familienvater Andreas Peping, der sich mit einigen Nachbarn um die Instandhaltung des Spielplatzes kümmert, steht die Wut im Gesicht geschrieben. Er wolle seinen Kindern eine vernünftige Umgebung zum Aufwachsen bieten - die Stadt konzentriere sich jedoch ausschließlich auf die Wünsche des Bauherrn, während der Anlieger außen vor bleibe.

Angesichts der aufgeheizten Gemüter bemüht sich der Städtebau-Fachbereichsleiter Franz Schürings um Beschwichtigung. Die Stadt habe, was die Abkopplung der Straße " Im Schloh" angeht, noch keine konkreten Pläne - das diskutierte Szenario sei lediglich eine von mehreren Lösungsmöglichkeiten zur Verkehrsentlastung, betont der Fachbereichsleiter. Auch die Verlegung des Bahr-Marktes sei schließlich noch nicht endgültig beschlossen.

Die Anwohner der Straße " Im Schloh" möchten diesen Aussagen jedoch keinen Glauben mehr schenken. Gemeinsam mit den Anliegern der Illoshöhe haben sie einen Rechtsanwalt beauftragt, gegen die geplante Verlegung des Baumarktes an die Blankenburg vorzugehen. Schließlich teilen zahlreiche Anlieger die Meinung von Silke Piepmeyer und Andreas Peping: Hätte man die Änderung des im Jahr 2000 beschlossenen Bebauungsplanes des Mischgebietes vorausgeahnt, wäre man sicherlich nicht an die Blankenburg gezogen.

NOCH TOLLEN DIE KINDER auf dem Spielplatz im Schloh herum. Doch unter Umständen muss er einer neuen Zufahrt der Siedlung zur Rheiner Landstraße weichen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hop


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