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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Naturhistorischer Park für den Schölerberg?
Zwischenüberschrift:
Bislang ist es nur eine Idee: Fachbereich Grün und Umwelt entwicklet ein Naturschutzkonzept
Artikel:
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Originaltext:
Naturhistorischer Park für den Schölerberg?

Bislang ist es nur eine Idee: Fachbereich Grün und Umwelt entwickelt ein Nutzungskonzept

Am Schölerberg ist noch Platz - vielleicht für mehr Naherholung und naturkundliche Bildung. Für das Gelände östlich der Kreisverwaltung, zwischen Wald und Autobann, entwickelt der Fachbereich Grün und Umwelt ein Nutzungskonzept. Im Gespräch ist auch der Vorschlag des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück, an dieser Stelle einen naturhistorischen Park anzulegen.

Die Idee stammt von Prof. Dr. Heinrich Weber, der zugleich Naturschutzbeauftragter der Stadt und Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins ist. " Dieser Park behandelt ein nirgendwo in dieser Weise realisiertes Thema mit hohem Freizeit-, Bildungs- und Erholungswert", sagt Weber.

Bis Ende des Jahres soll das Nutzungskonzept fertig sein, berichtet Gisela Altenburger, die im Fachbereich Grün und Umwelt für Erholungsnutzung zuständig ist. Sie koordiniert die beteiligten Gremien vom Museum am Schölerberg, dem Zoo, dem Referat für Stadtentwicklung, dem geplanten Bodenkommunikationszentrum, dem Landkreis und dem Naturwissenschaftlichen Verein. " Erst mal geht es darum, die verschiedenen Flächennut-zungsansprüche der Institutionen zu vereinbaren, so dass alle damit zufrieden sein können", sagt Altenburger. Und: " Wir wollen mit dem Nutzungskonzept zeigen, was an dieser Stelle möglich ist, aber ob es finanziert werden kann, das wissen wir natürlich noch nicht."

ZWISCHEN DEM WALD am Schölerberg und der Autobahn könnte ein naturhistorischer Park entstehen. Die Wanderwege, so betonen die Beteiligten, sollen nicht beeinträchtigt werden. Foto: Uwe Lewandowski

Von der lokalen Politik gibt es schon mal Rückendeckung für die Idee des naturhistorischen Parks: " Unter der Voraussetzung, dass der Wanderweg rund um den Schölerberg uneingeschränkt erhalten bleibt und die Finanzierungsfrage nachhaltig geklärt wird, kann man mit Fug und Recht von einer hochinteressanten und die Verdeutlichung der Osnabrücker His-torie fördernden Maßnahme sprechen", sagt Ratsherr Björn Meyer vom CDU-Ortsverband Schölerberg / Fledder. " Die Bürger brauchen keine Angst um ihre Naherholungsflächen zu haben", beruhigt Gisela Altenburger, " die Wanderwege würden erhalten bleiben." Die Fläche, über die sie spricht, reicht von der Kreisverwaltung bis zum Osteresch und von dem Wanderweg unterhalb des Zoos bis kurz vor die Autobahn. Noch ist der naturhistorische Park nur eine Idet. Offen bleibt, wie der naturhistorische Park finanziert werden könnte. Mittel für die Realisierung sind bislang in keinem Haushaltsplan reserviert. Aber das kann ja noch kommen.

Zur Sache: Was ist ein naturhistorischer Park?

Mit der Eintrittskarte für den Zoo ins Freilichtmuseum

Die Idee des Naturwissenschaftlichen Vereins ist es, in einem naturhistorischen Park modellhaft die Landschaft zu zeigen, in der die Menschen der Region Osnabrück bis vor etwa 90 Jahren gelebt haben. Dazu würde

auch ein typisches Osnabrücker Bauernhaus gehören - mit alten Haustierrassen, traditionellem Gerätepark und Bauerngarten. Dieses Mini-Freilichtmuseum könnte vom Zoo mit betreut werden und wäre deshalb über eine

Zooeintrittskarte zu besichtigen. Zu der historischen Kulturlandschaft, die frei zugänglich wäre, würden Acker mit alten Getreidesorten und typischer Unkrautflora ebenso gehören wie die damals typischen Wallhe-

cken. Dazu kämen die Wacholderheide, die hier einst große Flächen der Landschaft prägte, und künstlich angelegte Gewässer und Moore. Statt der ursprünglich vom Naturwissenschaftlichen Verein veranschlag-

ten 17 Hektar Fläche werden für das Nutzungskonzept des Fachbereichs Grün und Umwelt nur die acht Hektar südlich des Zoos berücksichtigt. Diese Flächen gehören der Stadt und dem Landkreis Osnabrück.( andi)
Autor:
Anne Diekhoff


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