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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ölgemisch vertreibt die unbeliebten Wespen
Zwischenüberschrift:
Naturschutzbeauftragter hat dieses Jahr 34 Nester entfernt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ölgemisch vertreibt die ungeliebten Wespen

Naturschutzbeauftragter hat dieses Jahr 34 Nester entfernt

Osnabrück (rei) Wie ein kleines Kunstwerk aus Papier hängt das graue Etwas an der Decke. Wespen waren für dieses Machwerk in einem Geräteschuppen in Atter verantwortlich. Sie haben sich dort ein Nest gebaut. Der beunruhigte Hausbewohner hat deshalb Ewald-Willy Stiene kommen lassen. Der wirft einen fachkundigen Blick darauf und rät dem Mann, das Nest hängen zu lassen. " Die Wespen bauen das Nest bereits zurück", sagt Stiene.

Das erkennt der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte der Stadt Osnabrück, der im Wallenhorster Ortsteil Hollage zu Hause ist, an den toten Wespenlarven am Boden. Statt das Nest zu entfernen, versprüht Ewald-Willy Stiene ein ätherisches Ölgemisch im Raum. Das vertreibt den Artgeruch und lässt die Wespen nach draußen flüchten. Der Hausbewohner hat noch Bedenken - seine Frau sei bereits zweimal am Gartentisch gestochen worden. " Das war eine andere Wespenart", beruhigt ihn Stiene. Das Nest gehöre der sächsischen Wespe, die sei ungefährlich und komme nicht an den Tisch.

Seit zwölf Jahren ist Ewald-Willy Stiene in seiner ehrenamtlichen Funktion als Betreuer im Artenschutz für Hautflügler tätig. Zum Einsatz kommt er, wo Nester von Wespen, Hornissen oder Bienen gefunden werden. Der pensionierte Biologielehrer berät zum weiteren Umgang mit den Nestern. Rund 250 Beratungen in der Stadt Osnabrück - vor Ort und telefonisch - hat Stiene dieses Jahr gemacht. Jetzt im Sommer ist der Naturschutzbeauftragte fast den ganzen Tag unterwegs, um Nester und Höhlen von Wespen zu begutachten und über den Umgang damit zu beraten. In 34 Fällen hat Stiene dieses Jahr Nester umgesiedelt. Eines hat er

Gefahr eigentlich nur für Allergiker

etwa aus einer Hecke herausgeschnitten, ein anderes unter dem Dach eines Wasserwerks weggeholt.

Nur selten rät Stiene dazu, die Tiere von einem Schädlingsbekämpfer abtöten zu lassen. Das ist nur der Fall, wenn Gefahr von den Hautflüglern ausgeht - etwa wenn ein Nest sich im Haus oder Garten eines Allergikers befindet. Nur die gemeine und die deutsche Wespe seien gefährlich, so Stiene. Alle anderen Wespenarten seien unbedenklich, das gelte auch für die gefürchtete Hornisse. Dafür sind die Insekten sehr nützlich: " Eine Hornisse kann ein paar tausend Insekten am Tag fangen", sagt Stiene.

Der kühle Sommer bleibt auch bei den Hautflüglern nicht ohne Wirkung wie an dem Nestrückbau der sächsischen Wespe in Atter zu sehen ist. " Das Nahrungsangebot reicht nicht mehr", erklärt Stiene, der übrigens auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für sein Amt ist.

Weitere Infos gibt es bei Ewald-Willy Stiene unter Telefon 0 54 07/ 52 16.

DEN SCHUTZANZUG trägt Ewald-Willy Stiene nur, wenn er es mit der gemeinen oder deutschen Wespe zu tun hat. Mit einem ätherischen Öl aus der Sprühflasche vertreibt er die Wespen von ihrer Behausung. Foto: Elvira Parton
Autor:
rei


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