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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Wir können das Gebiet nicht brachliegen lassen"
Zwischenüberschrift:
CDU und FDP wollen eine Fläche an der B68 zum baugebiet machen, SPD und Grüne sehen mehr Nachteile als Vorteile
Artikel:
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Originaltext:
Von Rainer Lahmann-Lammert
Haste
Güterverkehr raus, Wohnhauser rein: So stellen sich CDU und FDP die Planung für eine 12 Hektar große Fläche an der Bundesstraße 68 vor, die bislang für das Güterverkehrszentrum reserviert war. SPD und Grüne sehen jedoch mehr Nachteile als Vorteile: Sie verweisen auf den Lärm der B 68, auf hohe Grundstückspreise und Probleme bei der Verkehrsanbindung.

In den Skizzen, die jetzt dem Planungsausschuss vorgelegt wurden, sind schon um die 100 Einfamilienhäuschen eingezeichnet. Doch dabei handelt es sich um einen Vorentwurf, dessen Akzeptanz demnächst in einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung getestet werden soll.

Das Ackerland zwischen der Honeburger Allee und der B 68 gehörte zu einem Flächenpaket, das die stadteigene Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft OGE in den 90er Jahren für das Güterverkehrszentrum erworben hat. Zu einem stolzen Preis, wie damals angemerkt wurde. Geplant war eine gewerbliche Nutzung, etwa durch Speditionen im Umfeld des GVZ.

Der hohe Preis für die Flächen kam jetzt auch im Stadtentwicklungsausschuss zur Sprache. " Wir können es uns finanziell nicht erlauben, das brachliegen zu lassen", erklärte die neue Vorsitzende Anette Meyer zu Strohen (CDU). In der Sitzung wurde zugleich deutlich, dass der hohe Einstnadspreis auf die Häuslebauer umgelegt werden soll.

Weitere Kosten kommen dazu: Um den Lärm des benachbarten Autobahnzubringers B 68 abzuschirmen, soll ein 7, 50 hoher Wall mit einer kombinierten Lärmschutzwand errichtet werden. Ein weiterer Kostenfaktor ist der einen Hektar große Übungsplatz der britischen Truppen auf dem Gelände. Er soll nach Achmer verlegt werden, um die Wohnbebauung zu ermöglichen. Auch dieser Aufwand muss den künftigen Bewohnern der Siedlung über den Quadratmeter-Preis in Rechnung gestellt werden.

Für junge Familien, die ja gerade in Osnabrück gehalten werden sollten, unbezahlbar, folgerte der SPD-Politiker Ulrich Hus, dazu komme noch der Lärm der nahe gelegenen Bundestraße 68. " Ein höchst unatraktives Wohngebiet", fasste auch SPD-Ratsherr Ulrich Sommer zusammen, zudem sei es von den Schulen, Kindergärten und Einkaufmöglichkeiten in Haste völlig abgeschnitten. Und mit der Planung werde der " grüne Finger" zerstört.

Politiker von CDU und FDP wiedersprachen dieser Sichtweise. Jede Familie könne sich ja aussuchen, ob sie eines der teureren oder eines der leiseren Grundstücke haben wolle, meinte CDU-Ratsherr Heinz-Josef Klekamp. Die Siedlung werde zu einer " sozialen Aufwertung" für Haste führen, und deshalb werde sie im Stadtteil auch begrüßt. Die FDP-Politikerin Brigitte Gantke erklärte, auch ökologische Gründe sprächen für die Ausweisung eines Baugebiets: Bei einer Wohnsiedlung sei die Versiegelung viel geringer als im noch geplanten Gewerbegebiet.

Ist die Allee in Gefahr?

Ähnlich liest sich die Vorlage, die der Fachbereich Städtebau formuliert hat. Das Areal solle zu einem " Wohngebiet mit Einfamilienhauscharakter mit einem attraktiven Grünanteil" entwickelt werden. Prägende Landschaftsmerkmale und Grünstrukturen würden in die Planung integriert.

Damit ist auch die Honeburger Allee gemeint, die das Gebiet im Westen begrenzt. Die Frage der Grünen-Ratsfrau Sabine Bartnik, ob diese Allee denn erhalten bleiben könne, wurde von Franz Schürings, dem Leiter des Fachbereichs Städtebau, zwar bejaht. Mit einer Einschränkung: Bei der Erschließung müssten eventuell zwei Bäume entfernt werden.

AUF DER EINEN SEITE GRÜN, auf der anderen laut: Über die Fläche neben der B 68 streiten die Parteien. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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