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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Seltener Morchel im Vorgarten
Zwischenüberschrift:
Pilzkenner staunen über Schwammerl
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gretesch (iza)

Manchmal treibt der Frühling auch seltene Blüten: Im Vorgarten der Familie Röder in Gretesch steckt eine Morchel ihren Hut aus dem Rasen, obwohl sie eigentlich auf die Schwäbische Alb gehört.

" Sieht aus wie ein Stück Plastik", hatte Dr. Wolfgang Röder gesagt, als sein Sohn Patrick ihn auf seinen Fund aufmerksam gemacht hatte. Der Neunjährige ist schon häufig mit seinem pilzkundigen Vater im Wald unterwegs gewesen, wo sie manche Mahlzeit gesammelt hatten.

Aber der " Plastikmüll" begann zu wachsen und den Röders dämmerte schnell, dass sie es hier mit einem Schwammerl zu tun hatten. " Was ich im Bestimmungsbuch darüber nachschlug, war eine echte Überraschung", bekannte Vater Röder. Morchella csculenta stand dort, die essbare Speisemorchel, auch Marauche oder Rundmorchel genannt. Von März bis Mai blüht sie in Auenwäldern, vorherrschend auf der Schwäbischen Alb. Bei Sammlern geschätzt wegen ihres vorzüglichen Geschmacks. Ein besonderer Leckerbissen ist sie mit Gänseleber oder Hühnerfleisch.

Nach Auskunft der Botanischen Arbeitsgemeinschaft der Universität Osnabrück gehören Morcheln im Norden zu den seltenen Pilzen. " Kalkböden oder ein hoher Lehmanteil sind Voraussetzungen." Am besten würde der Schwamm sein Aroma entfalten, wenn er nach dem Fund für einige Zeit in die Brusttasche des Hemdes gesteckt würde.

Allerdings liegen bei der Morchel, wie bei vielen anderen Dingen, Licht und Schatten eng zusammen. Zum Verwechseln ähnlich ist diesem Pilz die Frühjahrslorchel, die ebenfalls zurzeit zu finden ist. Dieser gelb- bis rotbraune Schwamm mit seiner hirnartigen Oberfläche ist hochgiftig und führt nach Einnahme zu starken Gesundheitsschädigungen bis hin zum Tod. Deshalb rät die Botanische AG unerfahrenen Sammlern, unbedingt Fachleute die Pilze begutachten zu lassen.

MIT DER LUPE kann man die Frühlingsmorchel eigentlich im Norden suchen. Patrick Röder wurde aber fündig. Foto: Heese
Autor:
iza


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