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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Kongress ohne faden Beigeschmack
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Deutschen Bundesstiftung Umwelt fördert Deutschen Jugendhilfetag
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Kongress ohne faden Beigeschmack

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Deutschen Jugendhilfetag

Osnabrück (eb) Das ist das Szenario einer typischen Messe: Der Stromverbrauch ist riesig, Tonnen von Papier und Einweggeschirr lassen die Mülleimer überquellen, und übrig bleibt jede Menge Arbeit für die Reinigungskräfte. Beim 12. Deutschen Jugendhilfetag (DJHT) in Osnabrück soll das anders sein.

" Wir wollen bei dieser Großveranstaltung exemplarisch zeigen, dass mit einem vernünftigen Konzept natürliche Ressourcen geschont werden können", so Kay Lorenz vom Büro für angewandte Ökologie in Osnabrück. Gleichzeitig solle die Chance genutzt werden, die rund 30 000 Fachbesucher für das Thema Umweltbildung zu sensibilisieren: Ein Ansatz, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 125 000 Euro fördert.

Für die DBU sind die Mitarbeiter der Jugendhilfe eine interessante Zielgruppe: " Über die Akteure der Jugendhilfe können wir ganz gezielt Kinder und Jugendliche für das Thema Umwelt begeistern", sagte dazu DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde.

Das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU veranstaltet deshalb am 3. Juni einen " Markt der Möglichkeiten", auf dem sich rund 20 DBU-Projekte aus dem Bereich Umweltbildung vorstellen werden. Expertenvorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema " Ganztagsschulen - Chancen für die Umweltbildung?" bilden den inhaltlichen Schwerpunkt des Programms.

Die Stadt Osnabrück und die Veranstalterin, die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ), sensibilisieren ebenfalls für die Umweltbildung: Unter dem Motto " Naturnah leben lernen" gibt es Exkursionen zu einem naturnah gestalteten Kindergarten, zum Lernstandort " Nackte Mühle und zum Naturfreundehaus Vehrte. In der Bildungswerkstatt Hüggel schließlich können DJHT-Teilnehmer die Jugendarbeit in der historischen Bergbaulandschaft im Waldgebiet Hüggel kennen lernen.

Doch das Nachhaltigkeits-Konzept nimmt auch ganz konkret den Ressourcenvebrauch in den Blick. Denn beim DJHT ist vieles anders als bei einem klassischen Kongress. Osnabrück holt die größte Fachveranstaltung der Jugendhilfe in Europa mitten in die Innenstadt: Erstmals findet die Messe nicht auf einem abgeschlossenen Gelände statt, sondern in der Stadthalle, der Universität, einer mobilen Zeltstadt und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungsorte.

" Dieses ungewöhnliche Konzept wirft viele umweltrelevante Probleme auf: vom Transport der Teilnehmer zu den verschiedenen Veranstaltungsorten über den Aufbau der Zeltlandschaft inmitten des denkmalgeschützten Ensembles des Schlossparks mit seinen wertvollen Gehölzbeständen bis hin zur Entsorgung des Abfalls", erklärt Lorenz.

Das von der Stadt in Auftrag gegebene Konzept macht dazu verschiedene Vorschläge: So wurde etwa bei der Ausschreibung für die Zeltstadt berücksichtigt, dass der Anbieter die anschließende Reinigung der Textilien umweltschonend durchführen muss. Beim Catering wird überwiegend auf ökologische Produkte aus der Region zurückgegriffen, und die Energieversorgung erfolgt mit Öko-Strom der Stadtwerke Osnabrück. " Viele Umweltbelastungen können vermieden werden, wenn vorher sorgfältig geplant wird", zeigte sich Kay Lorenz überzeugt.

ÖKOLOGISCH KORREKT soll es auch in der Zeltstadt im Schloßgarten zugehen: Den Zuschlag bekam ein Zeltbauer, der Teppiche recycelt und Zeltplanen wäscht. Foto: Jörn Martens
Autor:
eb


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