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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stimmenimitator aus Afrika ist da
Zwischenüberschrift:
Gelbspötter zwitschert wieder
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Gerhard Kooiker

Nun sind sie endlich alle da. Am 13. Mai wurde in der Dodesheide der erste singende Gelbspötter notiert. Gelbspötter kehren neben Sumpfrohrsängern als letzte Zugvögel aus Afrika zurück.

Die ersten Vögel erreichen Osnabrück gewöhnlich zwischen dem 10. und 15. Mai. Dann singen sie lauthals bis Mitte Juni und verblüffen uns immer wieder durch ihren sehr auffälligen, imitationsreichen Gesang. Spötter sind Vogelarten, die in ihren Gesängen viele fremde Vogelstimmen nachahmen.

Nur durch ihren Gesang während der kurzen Paarungszeit bemerken wir die Vögel, die unscheinbar und verborgen im Laub von Bäumen und Sträuchern leben. Daher haben nur die wenigsten Osnabrücker je einen Gelbspötter gesehen. Auch gebührt dem Fotografen Robert Groß ein großes Kompliment, denn nur wenigen gelingt es, diesen grünlichgrauen Vogel formatfüllend abzulichten.

Der Gelbspötter ist in Osnabrück ein seltener Brutvogel geworden. Eine Bestandserhebung erbrachte mit nur 19 singenden Männchen einen überraschend niedrigen Bestand. Andere Städte wie Halle / Saale (2 800 - 4 000 Paare), Hamburg (820 Paare) und Berlin (800 - 1 300 Paare) sind dagegen mit Gelbspöttern reich gesegnet. Die hügelige Lage Osnabrücks sagt der wärmeliebenden Art offenbar wenig zu. Die spärliche Besiedlung ist auf die reich strukturierten ländlichen Außenbezirke der Stadt wie zum Beispiel die Dodesheide beschränkt. Brutvorkommen in der Gartenstadt, in Kleingärten, Parks und auf dem Waldfriedhof Dodesheide existieren wohl nicht mehr. Der Gelbspötter besiedelt aufgelockerte, sonnige Gehölze mit einer gut ausgeprägten Strauchschicht unter dem lichten Schirm hoher Laubbäume. Dies können hohe Feldhecken, Birkenhaine, Baumreihen, Feldgehölze und Waldränder mit einem Saum aus Sträuchern sein, ebenfalls alte Bauerngärten und stark verwilderte Gärten im ländlichen Bereich. Er meidet den geschlossenen Wald und Waldränder ohne eine gestufte Strauchschicht. Auch Kleingartenanlagen sagen ihm nicht zu, hier fehlen hochstämmige Bäume über dichtem Strauchwerk.

DER ERSTE Gelbspötter aus Afrika landete in der Dodesheide. Foto: Robert Groß
Autor:
Gerhard Kooiker


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