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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Nahner wollen vierspurig bis zur Lutherkirche"
Zwischenüberschrift:
Iburger Straße: CDU-Vorschlag stößt auf Widerstände
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück (rll) Autospuren statt Busspuren - mit ihrem Vorstoß für die Iburger Straße stößt die CDU-Fraktion auf Widerstände. Im Stadtentwicklungsausschuss sparten die anderen Parteien nicht mit Kritik. Auch die Planer aus dem Fachbereich Städtebau setzten sich mit Nachdruck dafür ein, die Busspuren erst einmal auszuprobieren.

Bislang war zwischen den Parteien Konsens, dass die Iburger Straße nach ihrer Fertigstellung pro Fahrtrichtung eine Busspur und eine Fahrspur für den Autoverkehr bekommt. Nur für den Fall, dass sich der Verkehr weiterhin aufstauen sollte, war eine Aufgabe der Busspur im Gespräch.

Vor dem Ausschuss setzte sich Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel dafür ein, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und ein Jahr lang Erfahrungen mit der Busspur zu sammeln. In dieselbe Kerbe schlug Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Ein Verzicht auf die Busspuren sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Alle Behinderungen, die es jetzt noch gebe, ließen sich auf die Baustellen zurückführen.

Die Politiker aus der CDU-Fraktion wollten sich nicht damit zufriedengeben. Ratsfrau Annegret Gutendorf sprach von " großen Bedenken" im Ortsrat Nahne. In ihrem Stadtteil gebe es ein klares Votum: Man müsse " vierspurig bis zur Luthcrkirche durchfahren" können. Für die Busse ergebe sich daraus kein Nachteil: Dank der Vorrangschaltung an den Ampeln könnten sie auch weiterhin zügig durchkommen.

Dieser Auffassung widersprachen Vertreter von SPD und Grünen vehement:

" Wenn Sie anfangen, die Busspuren zurückzubauen, gehen die Fahrgastzahlen nach unten", prophezeite Dr. Horst Simon, der die SPD im Stadtentwicklungsausschuss vertritt. Ulrich Hus (SPD) nannte den CDU-Vorschlag " abenteuerlich", zumal die Iburger Straße lange Zeit ein Unfallschwerpunkt gewesen sei.

Sabine Bartnik (Grüne) bezeichnete es als unverständlich, dass die CDU schon jetzt ihre Schlüsse ziehe, obwohl die Iburger Straße noch gar nicht fertig sei. Auch Ratsherr Dieter Schwarze (FDP) sprach sich gegen vorschnelle Entscheidungen aus: " Da sind noch viele kleine Baustellen. Das muss man abwarten."

Der Stadtentwicklungsausschuss traf noch keine Entscheidung. Bis zur nächsten Sitzung sollen Stellungnahmen zum Busverkehr eingeholt werden.

Keine Busspuren für die Iburger Straße?

Aus dem Bauch heraus

Von Rainer Lahmann-Lammert

Jeder hat das Zeug zum Experten. Wenn es um den Straßenverkehr geht, sowieso. Und mit der Iburger Straße haben alle ihre Erfahrungen. Warum also Experimente machen, wenn doch jeder sehen kann, dass Autospuren generell voll und Busspuren generell leer sind?

Das hat sich auch die CDU gesagt und die Abschaffung der Busspur auf ihre Fahnen geschrieben. Viele, die täglich mit dem Auto unterwegs sind, werden ihr zustimmen. Aus dem Bauch heraus. Wer den Kopf einschaltet, kommt an einigen Fragen nicht vorbei. Was bekommt der Stadt besser - mehr Autos oder mehr Menschen? Blech an Blech heißt ja nicht, dass mehr Insassen über die Autospur als über die Busspur in die Stadt kämen. Da kann der Augenschein täuschen. Ein Argument für den Versuch.

Die Planer sind zuversichtlich, dass der Verkehr trotz der Busspur flüssig bleibt. Mag ja sein, dass sie irren. Beweisen lässt sich das erst, indem es ausprobiert wird. Nicht vorher.

DIE CDU WILL KEINE BUSSPUREN: Im Stadtentwicklungsausschuss stieß dieser Vorschlag aber auf weitgehende Ablehnung. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
rll


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