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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Verkehr wird schon sehr bald vierspurig rollen
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke bedauern die Entscheidung
Artikel:
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Originaltext:
Der Verkehr wird schon sehr bald vierspurig rollen

Stadtwerke bedauern Entscheidung

Osnabrück (jan)
Nach dem Ratsbeschluss vom Dienstag wird der Individualverkehr schon sehr bald vierspurig auf der Iburger Straße rollen können. Nach Auskunft des städtischen Fachdienstes Straßenbau soll die Strecke vermutlich schon in der nächsten Woche neu markiert werden. Es sei mit einer zügigen Umsetzung durch die Fachfirma zu rechnen.

Auf den Teilstücken, auf denen nach dem Straßenausbau die Busspuren bereits ausgewiesen waren, müssen die Markierungen abgefräst und durch unterbrochene Linien ersetzt werden, wie Fachdienstleiter Jürgen Schmidt gestern mitteilte. Die anderen Teilstücke werden entsprechend so neu markiert. Daraus ergibt sich dann die Vierspurigkeit für den Individualverkehr. Eine zusätzliche Beschilderung ist nicht erforderlich. Die zusätzlichen Kosten für das Abfräsen und die erneute Straßenmarkierung sind noch nicht beziffert.

Nach wochenlanger Diskussion hatte der Stadtrat Dienstagabend mit 23 zu 21 Stimmen beschlossen, die bislang vorgesehenen Busspuren auf der Iburger Straße versuchsweise für sechs Monate für den Individualverkehr freizugeben. Dr. Thomas Thiele, Fraktionsvorsitzender der FDP, wies gestern darauf hin, dass die Stadt laut Ratsbeschluss anschließend für sechs Monate die Zweispurigkeit mit Busspuren testen soll. " Nach diesem Jahr werden aus beiden Versuchsphasen konkrete verlässliche Zahlen vorliegen, so dass man die Entscheidung treffen kann, welche Verkehrsführung die bessere ist", stellte Thiele klar.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hus äußerte sich gestern noch einmal tief enttäuscht über die Ratsentscheidung: " Wir werden mit allen demokratischen Mitteln versuchen, eine Rückkehr zur autogerechten Stadt zu Lasten der Buskunden, Anwohner, Radfahrer und Fußgänger zu verhindern."

Die Stadtwerke sehen durch den Beschluss klare Nachteile für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). " Wir können die Entscheidung nicht begrüßen", betonte gestern Verkehrsvorstand Dr. Stephan Rolfes. Gleichwohl werde sich das Tochterunternehmen der Stadt loyal verhalten. Die Stadtwerke wollen jetzt sehr sorgfältig dokumentieren, wie der Verkehr in den nächsten Monaten auf der Iburger Straße läuft - ob Busse behindert werden und ob die Zahl der Unfälle wieder zunimmt. Rolfes wies darauf hin, dass das Nadelöhr Rosenplatz trotz der Vierspurigkeit absolut bestehen bleibe. Er äußerte die Befürchtung, dass der Verkehr, der sich derzeit auf andere Ausfallstraßen und die Autobahn verteile, den Weg zurück auf die Iburger Straße finde.

Zunächst wollen die Verkehrsbetriebe nicht mehr Fahrzeuge einsetzen und auch an den Fahrplanzeiten nichts verändern.
Autor:
jan


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