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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Kühnes Konzept, aber mit einer tragenden Idee"
Zwischenüberschrift:
Wettbewerb für das Busdepot an der Lotter Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Als ein " kühnes Konzept" hat Prof. Gerhart Laage den siegreichen Entwurf aus dem Architekturbüro BKSP in Hannover hervorgehoben: Am Dienstag hat das Preisgericht im städtebaulichen Wettbewerb über 20 eingereichte Arbeiten für das Gebiet zwischen Lotter Straße und Ernst-Sievers-Straße entschieden.

Durch den bevorstehenden Wegzug der Stadtwerke mit dem Busdepot von der Augustenburger Straße zur Sandbachstraße entstehe eine " riesige Chance für die Stadtentwicklung", so auch Stadtbaurat Jörn Ellinghaus: Liegt doch das 47 000 Quadratmeter große Wettbewerbs-Plangebiet in direkter Nachbarschaft zu hoch geschätzten Wohn- und Einzelhandelslagen in einem bevorzugten Gebiet der Osnabrücker Weststadt.

Deshalb hatte der Fachbereich Städtebau diesen teiloffenen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich insgesamt 20 Büros für Architektur und Stadtplanung beteiligt haben. Einstimmig hat das Preisgericht daraus den Entwurf des Büros BKSP aus Hannover auf Platz eins gesetzt, zwei dritte Plätze wurden an das Münchner Büro Steidle und die Raumwerk-Architekten aus Frankfurt vergeben. Auf Platz vier steht das Büro Schopmeyer, Münster.

Der siegreiche Entwurf respektiert zunächst die vorhandene Linienführung der Augustenburger Straße. Er nimmt auch die als Baudenkmal geschützten Teile der noch arbeitenden Chemiefabrik Hagedorn sowie die frühere Weberei Terberger (heute Fahrbereitschaft der Polizei) in das Konzept mit auf. Neu sind dagegen lange Zeilen einer Randbebauung in Nord-Süd-Richtung, durch die das Quartier gegliedert wird: In der Abfolge ergibt sich damit ein Innenraum, der für Atriumhäuser sowie einen Quartiersplatz vorgesehen ist.

Liegt das Schwergewicht der Wohnnutzung im Südwesten, so ist der Nordosten durch die Funktionen Einzelhandel, Gewerbe, Büro und Gastronomie geprägt. Unter dem Komplex an Lotter Straße und Kirchenkamp soll eine Tiefgarage mit 500 Stellplätzen entstehen. Die Bebauung wird etwas zurückweichen, so dass ein Freiraum als Gegengewicht zum Calmeyer-Platz entstehen soll.

Der Preisrichter Gerhart Laage nannte den prämierten Entwurf " gut verzahnt mit dem umliegenden Quartier" und " kühn als Konzept, aber mit einer tragenden Idee": Sein besonderer Vorzug liege in der gelungenen Verbindung von qualifiziertem Wohnraum und anspruchsvoller Gewerbenutzung.

Damit der vorliegende städtebauliche Entwurf jetzt Gestalt annehmen kann, muss nach der weiteren Beratung im Stadtentwicklungsausschuss und im Rat ein neuer Bebauungsplan her. Anschließend beginnt die Suche nach Investoren für das Gebiet.

Die Entwürfe werden vom 13. August bis 13. September in der Halle der Caprivika serne ausgestellt.

ZEILENFÖRMIGE RANDBEBAUUNG und eine verdichtete Bauweise an der Lotter Straße / Am Kirchenkamp (vorn): Der preisgekrönte Wettbewerbsentwurf. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Frank Henrichvark


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