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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Viele Helfer retten in jedem Jahr 2000 Kröten
Zwischenüberschrift:
Ehrenamtliche müssen die Zäune täglich kontrollieren
Artikel:
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Originaltext:
Viele Helfer retten in jedem Jahr 2000 Kröten

Ehrenamtliche müssen die Zäune täglich kontrollieren

Dass die Krötenwanderung stattfindet und dass Zäune zum Schutz aufgestellt werden, wissen viele. Aber wie viel Aufwand betrieben wird, um alle Kröten zu schützen, ist nicht so bekannt. Ein Mitglied des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), das für die Amphibien aktiv ist, beschreibt Aufwand, den man dazu aufbringen muss.

In Bezug auf das KLASSE!- Projekt" der Neuen OZ hat sich eine Gruppe der Klasse 8d des Ratsgymnasiums mit dem Thema Krötenwanderung beschäftigt.

Auf die Frage, wie hoch denn der finanzielle Aufwand sei, hat der Befragte geantwortet, dass die Materialien nicht allzu teuer seien und alle NABU-Mitarbeiter ihre Arbeit ehrenamtlich tun und kein Geld verlangen. Da der NABU in Osnabrück sehr eng mit Umweltamt zusammenarbeitet, fällt relativ wenig Arbeit an. " Um einen Zaun zu errichten, werden allerdings vier Arbeitskräfte für den Aufbau benötigt, drei für die Kontrolle, ob alles richtig gemacht wurde, fünf bis zehn Helfer, die jeden Tag kontrollieren, ob Kröten in den Eimern sind (oft auch Anwohner) und noch einen Telefonkoordinator. Das macht etwa 20 Mitarbeiter, nur um einen Zaun aufzubauen und zu überwachen", so der Befragte auf die Frage, wie hoch der Aufwand sei, um einen Zaun aufzubauen. Wenn die Zäune nichts nützen, müssen die Kröten sogar manchmal von Hand aufgesammelt werden. Dies erledigen auch oft freiwillige Helfer. Da die Zäune am Strafsen-rand so aufgebaut sind, dass die Kröten gegen den Zaun laufen, dann nicht weiter können und am Zaun entlanglaufen, bis sie in einen Eimer fallen, die alle zwei bis acht Meter in die Erde gegraben werden, macht das für die Zäune, die meistens rund 30 Meter lang sind, etwa 10 bis 15 Eimer, die zweimal am Tag ausgeleert werden müssen. In Osnabrück gibt es zirka 30 Gebiete, wo Kröten laichen, und aus jedem Gebiet kommen rund 100 Kröten, die von Anfang Februar bis Mitte April wandern. Außer den Kröten wandern auch noch Molche, Salamander und Frösche und noch viele andere Arten von Kröten. Am häufigsten gibt es in Osnabrück Erdkröten, von denen jedes Jahr etwa 2000 durch Zäune, Tunnel oder Straßensperrungen gerettet werden können.

Die Kröten laichen immer an ihren Geburtsplätzen. Wie sie diese immer wieder finden, ist allerdings noch unbekannt. Wenn sie dann gelaicht haben, kehren sie wieder in ihre Winterquartiere (meistens Wälder) zurück. Da auf dein Rückweg meistens nicht so viele Zäune aufgestellt werden, kommen hier mehr Kröten ums Leben.

WENN DIE KRÖTEN wandern, sind die Helfer aktiv, um sie über die Straßen zu bringen. Foto: Hermann Pentermann

Schüler, die am KLASSE-Projekt der Neuen OZ teilnehmen, können sich mit eigenen Artikeln an einem mit viermal 300 Euro dotierten Wettbewerb beteiligen. Die Artikel müssen sich mit Umweltthemen beschäftigen. Die 8d des Osnabrücker Rastgymnasiums hat sich mit dem Krötenschutz beschäftigt.



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