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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hautnah: Erlebnisstationen für den Hasepark geplant
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Drei Diplomanten mit Förderpreisen ausgezeichnet
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Hochschulnachrichten

Hautnah: Erlebnisstationen für den Hasepark geplant

Drei Diplomanden mit Förderpreisen ausgezeichnet

Von Henning Müller-Detert

Osnabrück

Stadt und Land sind etwas Gegensätzliches - diese Binsenweisheit ist nur oberflächlich richtig, wie das Industriegelände Hasepark zeigt. Mit seiner Diplomarbeit über das Gelände als Ort für Naturerlebnisse belegt Volker Beermann, wie notwendig ungenutzte Freiflächen in der Stadt sind.

Volker Beermann, Student der Landschaftsentwicklung am Fachbereich Landschaftsarchitektur, wurde jetzt ebenso wie Michael Nickel und Dominik Schetter vom " Freundeskreis Fachhochschule Osnabrück - Gartenbau und Landschaftsarchitektur" für seine herausragende Diplomarbeit ausgezeichnet. Der Georgsmarienhütter hatte sich unter dem Titel " Das ehemalige innerstädtische Industriegelände Hasepark Osnabrück als Ort für Umweltlehr- und - erlebnisstationen" mit dem 60 Hektar großen Gebiet befasst: Innerhalb weniger Jahre hatte dies eine umfassende Wandlung erfahren, vom abgezäunten Stahlwerkstandort zu einer wichtigen Verkehrsverbindung.

Zudem wird der Park von Spaziergängern genutzt, Kinder angeln in der Hase, und die Diplomarbeit ziert ein Foto, das eine Gruppe beim Cross-Golf zeigt. Natürlich ist die Natur in der Stadt " eingeschränkt", räumt Beermann ein. Umso notwendiger sei es, ein Bewusstsein für Natur zu entwickeln. Möglich machen dies Erlebnisstationen, die der Diplomingenieur für den Hasepark entwickelt hat.

Die Besonderheit von Beermanns Vorschlägen ist, dass sie nicht ausschließlich ein fachkundiges Publikum ansprechen, sondern Passanten im Vorübergehen Wissenswertes vermitteln können. Beermann stellt sich etwa kurze und prägnante Texte sowie Karten vor, die die Entwicklung des Geländes in den letzten 150 Jahren dokumentieren. Greifbarer noch ist der Vorschlag für eine Pumpe, mit der ein 134 Liter fassender Behälter mit Wasser gefüllt werden kann. An dieser Marke kippt der Bottich um und der Inhalt gießt zurück in die Hase. Anschauungsunterricht, denn 134 Liter Wasser verbraucht durchschnittlich jeder Osnabrücker pro Tag.

Für die Entwicklung der Umweltstationen hat sich Beermann zudem mit der geschichtlichen Entwicklung und der Einwohnerstruktur des Stadtteils beschäftigt. Neben allgemeiner Fachliteratur wälzte der Verfasser Studien über die ab 1992 durchgeführte Revitalisierungskonzeption und passende Artikel der Neuen OZ. Um seine Ideen für die Erlebnisstationen in die Praxis umzusetzen, ist Beermann nun an dem Osnabrücker Projekt " Grünes Netz" beteiligt. Seit Beginn des Jahres läuft das Projekt. Vorgesehen sind Stationen an verschiedenen Plätzen der Stadt, die die Natur erlebbar machen sollen. Darüber hinaus wird der Georgsmarienhütter sich als Unternehmer mit der Planung und Gestaltung von Außenanlagen von Kindergärten und Schulen befassen.

Prämiert wurden außerdem die Arbeiten von Michael Nickel und Dominik Schetter. Nickel legte eine experimentelle Arbeit mit dem Titel " Prognose, Schadenssimulation und Bekämpfung des Erdbeerblütenstechers" vor, die sich mit den Schäden befasst, die der Käfer an der Obstart verursacht. Ein " großes Interesse der Praxis" bescheinigten die Juroren dem Werk.

Der Freundeskreis Fachhochschule attestierte zudem Dominik Schetter, dass er sich mit seiner Arbeit " Bislicher Rheinauen - Zukunftsvisionen für einen Landschaftsraum" mit einem " außerordentlich aktuellen Thema der Landschaftsgestaltung und - nutzung" gewidmet habe, die " mit innovativen Ideen neue Planungsvisionen präsentiert". Die drei Diplomingenieure erhielten für ihre Werke jeweils eine Urkunde und einen Geldpreis.

NICHT BLOSS GRAUE THEORIE: Diplomingenieur Volker Beermann möchte den Hasepark als Ort für Naturerlebnisse ins Bewusstsein der Menschen rücken. Foto: Michael Hehmann

DOMINIK SCHETTERS Arbeit wurde von der Jury als " außerordentlich aktuell" gelobt.

MICHAEL NICKELS Arbeit stößt auf großes praktisches Interesse. Fotos: Lewandowski
Autor:
Henning Müller-Detert


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