User Online: 4 | Timeout: 03:32Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die neue Freibadeanstalt in Schinkel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachdem im vergangenen Jahre trotz der wirtschaftlichen Not das große Freibad in der Moskau gebaut und ein Volksbad im wahren Sinne des Wortes geschaffen worden ist, haben die städtischen Kollegien auf dem Wege zur Volksgesundung wieder einen bedeutenden Schritt weiter getan und dem Projekt einer modernen Freibadeanstalt in Schinkel ihre Genehmigung zur Ausführung erteilt. Obwohl die Kosten ziemlich bedeutend sind, so war man sich doch bewusst, daß Ausgaben für Volksgesundheit und Volkswohl reiche Zinsen tragen. Zum Projekt selbst ist folgendes zu sagen:

Die neue Freibadeanstalt soll auf dem Grundstück des Hofbesitzers Wellmann, an der Wellmannsbrücke, das die Stadt im Wege des Erbbaurechts auf 99 Jahre gepachtet hat, errichtet werden. Die alte, von der früheren Gemeinde Schinkel auf einem Teile des Grundstücks errichtete Flußbadeanstalt fällt weg. Die neue Anstalt liegt an dem von der Mindenerstraße abzweigenden sog. Wellmannsweg und soll in erster Linie der Schinkeler Bevölkerung dienen.

Das ganze Grundstück ist 10 000 Quadratmeter (ca. 4 Morgen) groß. Hiervon entfallen:

auf die Wasserfläche 2500 Quadratmeter,
auf die Gebäude usw. 650 Quadratmeter,
auf die Freiflächen 6850 Quadratmeter.

Vorgesehen sind ein Schwimmbecken von 50 x 16 Meter und 1, 8 Meter Wassertiefe und zwei Becken für Nichtschwimmer von 0, 40 bis 1, 40 Meter Tiefe. Das Schwimmbecker erhält einen 3 Meter hohen Sprungturm und eine 3 Meter tiefe Sprungbucht und sonst alle technischen Einrichtungen, die zur Ausübung des Sports erforderlich sind. Sämtliche Becken erhalten Umfassungswände und Sohlen in Eisenbeton.

Zum Schutz gegen Ueberflutung der normalen Hochwässer wird das ganze Grundstück aufgehöht., dadurch erhält auch der Wasserspiegel der Becken eine erhöhte Lage gegenüber dem der Hase. Durch diese Anordnung liegen die Becken vollständig getrennt von der Hase, eine Verlandung derselben ist daher ausgeschlossen. Ein kleines Pumpwerk drückt das Frischwasser in die Becken.

Die Anlagen zum Umkleiden werden nach demselben System (sog. Wechselzellen) gebaut wie im Freibad Moskau. Vorgesehen sind 900 Kleiderablagen für Frauen und 800 für Männer. Dazu kommen noch 850 offene Kleiderablagen für Mädchen und 850 für Knaben. Neben den Räumen für die Kasse, Wärter und Wäsche ist auch eine Wohnung für den Bademeister vorgesehen. Die ganze Anlage wird mittelst eines 2 Meter hohen Maschendrahtzaunes eingefriedigt. Mit dem Bau soll sofort begonnen werden.

Ein lang gehegter Wunsch der Schinkeler Bevölkerung wird damit seiner Erfüllung entgegengehen. Möge auch dieses Freibad für alt und jung eine Stätte reiner Freude werden, wo der Mensch nach der Mühsal des Tages Erholung und neue Kraft findet!


Anfang der Liste Ende der Liste