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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ein Gartenmarkt an der Oldenburger Landstraße?
Zwischenüberschrift:
Ausschuss gibt grünes Licht für Fortsetzung der Planungen
Artikel:
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Originaltext:
Ein Gartenmarkt an der Oldenburger Landstraße?

Ausschuss gibt grünes Licht für Fortsetzung der Planungen

Osnabrück " Ich wundere mich, was für hohe Ziele man mit einem Gartencenter verfolgen kann", lästerte das Grünen-Ratsmitglied Sabine Bartnik. Doch der Stadtentwicklungsausschuss entschied jetzt einhellig: Die Planungen für einen Pflanzenmarkt im Stadtteil Haste sollen weitergehen. Der Ausschuss kippte damit den Vorschlag der Verwaltung. Diese wollte die Ansiedlung stoppen.

Das " Gartencenter Münsterland" würde auf dem bislang leer stehenden Areal zwischen Oldenburger Straße und B 68 gern eine zwischen 6000 und 8000 Quadratmeter große Verkaufsfläche einrichten, bestätigte Gesellschafter Tillmann Schulze Buschhoff gestern auf Nachfrage.

Bislang unterhält das aus Münster stammende Unternehmen einen Gartenmarkt im Gewerbegebiet Am Wulfter Turm. " Wir möchten ein zweites Osnabrücker Standbein mit hohem Fachanspruch schaffen", unterstrich er. Besonders interessant an dem Standort in Haste sei für den mittelständischen Familienbetrieb die Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit mit der benachbarten Fachhochschule.

Diese von den übrigen Fraktionen und der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) gelobten Kooperationspläne waren es, die Sabine Bartniks Skepsis ausgelöst hatten. Ebenfalls nicht daran glauben mochte Jörg Ellinghaus: Das sei so, als würde man das Miteinander " einer Architekturhochschule und der Fachhochschule eines Baumarkts" vorschlagen, sagte der Stadtbaurat sarkastisch.

Doch Professor Bernd Lehmann vorn Fachbereich für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur bestätigte im Gespräch mit unserer Zeitung gestern das " große Interesse" der Hochschule an einer Kooperation. Die Gartenbaubranche sei für Absolventen der " grünen" Fachbereiche ein wichtiger Arbeitgeber und Pflanzenmärkte außerdem ein interessantes Forschungsumfeld für den an der Praxis orientierten Fachbereich.

Die Verwaltung hatte für ihre Ablehnung vor allem städtebauliche Gründe angeführt: Das Grundstück im Eigentum der Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft stelle sich derzeit als " klar gegliederter Bereich zwischen dem bebauten Stadtgebiet und dem angrenzenden Freiraum dar".

Ellinghaus hob während der Ausschusssitzung die Bedeutung des Areals als " Entree für die Bundesgartenschau" hervor und warnte vor einer " zweitklassigen Nutzung" durch Einzelhandel. " Es wäre extrem kurzsichtig, einen solchen Standort für so eine profane Nutzung in Betracht zu ziehen."

Doch der Ausschuss beschloss auf Antrag der CDU/ FDP-Gruppe, die Planungen zunächst weiterzuführen. Bedingung: Die Bebauung muss sich " in den Landschaftsbereich einfügen". Nur Sabine Bartnik stimmte dagegen.

DIREKT AM STADTEINGANG zwischen B 68 und Oldenburger Landstraße liegt das Grundstück, auf dem das " Gartencenter Münsterland" einen Pflanzenmarkt plant. Foto: Michael Hehmann
Autor:
ack


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