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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Über Klimaschutz und Windenergie-Flächen
Zwischenüberschrift:
Kreis-Grüne zu Gast in Deutscher Bundesstiftung Umwelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Über Klimaschutz und Windenergie-Flächen ^^

Kreis-Grüne zu Gast in Deutscher Bundesstiftung Umwelt

Osnabrück " Erneuerbare Energien-Chancen und Widerstände" lautete das Thema der Kreismitgliederversammlung der Grünen im Osnabrücker Land, die jetzt in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück ihren Schauplatz hatte.

Tschernobyl und die Folgen: Vor 18 Jahren ereignete sich dort der atomare Unfall. Vor diesem Hintergrund bekräftigten die Grünen einmal mehr: " Wir stehen für den Ausstieg aus der Atomkraft". So stellte die Landtagsabgeordnete Dorothea Steiner bei der Versammlung dar, wie sich der Wandel auf dem Energiemarkt vollziehen soll. " Die rotgrüne Bundesregierung versucht, den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen", meinte sie. Bis zum Jahr 2050 sollten 65 Prozent des Stromverbrauchs und 50 Prozent des Wärmebedarfs von erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Der Vergleich zum Ist-Stand: Derzeit stammten nur acht Prozent des Stroms und 4, 2 Prozent der Wärme vom Energieerzeuger Natur.

Einen Wandel auf dem Energiemarkt hielt Dorothea Steiner schon deshalb für unausweichlich, weil die Ressourcen wie Kohle, Öl und Uran eben endlich seien. Zudem betrachtete sie die Kohlendioxydreduktion und damit den Klimaschutz als eine " globale Verpflichtung". Dorothea Steiner: " Im Jahr 2002 überstiegen die klimabedingten Schäden mit 53 Milliarden Dollar weltweit die Summe aller öffentlich geleisteten Entwicklungshilfe." Klimaschäden würden somit zur " Entwicklungsbremse". Deshalb sei es angezeigt, dafür Sorge zu tragen, dass die globale Temperatur um nicht mehr als zwei Grad gegenüber dem Beginn der Industrialisierung ansteige.

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei bereits ein Schritt in die richtige Richtung, worüber Einigkeit herrschte. Biomasse, Wasserkraft, Fotovoltaik und Geothermie erhielten dadurch eine bessere Förderung, Windkraft eine " gesteuerte Reduktion", wie Ralf Bischof vom Bundesverband Windenergie (BWE) ausführte.

Doch im Osnabrücker Land herrscht offenbar sowieso keine allzu windige Stimmung. Häufig seien in den Gemeinden Vorrangsflächen für Windräder ausgewiesen worden, die nicht besonders geeignet seien, kritisierte Jürgen Ebert (BWE). Gleichwohl seien zwei Drittel dieser Flächen mittlerweile " dicht", so dass rund 65 Megawatt Nennleistung gewonnen würden. Die noch freien Flächen hätten ein geschätztes Potenzial von weiteren 50 Megawatt.

Professor Klaus Kuhnke appellierte indes nicht an Idealismus, sondern an Profitdenken. Mit seiner Osnabrücker Solarstrom-Initiative (OSI) will er Investoren ansprechen, die bei Fotovoltaikanlagen einsteigen, um Geld zu verdienen. Denn Umweltschutz mache sich auch in barer Münze bezahlt.
Autor:
fis


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