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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Handeln, bevor die Züge rollen
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Ortsratsvertreter und Verkehrsplaner trafen sich am Sutthauser Bahnhof
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Originaltext:
Handeln, bevor die Züge rollen

Ortsratsvertreter und Verkehrsplaner trafen sich am Sutthauser Bahnhof

Sutthausen (jop) Fußgänger, Radfahrer, Autos, Laster und öffentlicher Personennahverkehr: Die Hermann-Ehlers-Straße ist eine der meistbefahrenen Ausfallstraßen der Stadt. Damit Probleme an der Stadtgrenze bereits erkannt werden, bevor dort ab 2005 der " Haller Willem" kreuzt, diskutierten Vertreter des Ortsrates und der Verkehrsplanung vor Ort.

Anberaumt wurde der Ortstermin am Rande der aufbereiteten Gleise von Wolfgang Klimm. Das Anliegen des Ortsbürgermeisters und Mitgliedes der CDU-Fraktion im Stadtrat: " Die Hermann-Ehlers-Straße ist mit fünfundzwanzigtausend Autos pro Tag eine der meistfrequentierten Ausfallstraßen der Stadt. Mit Fahrtbeginn des

Probleme Im Vorfeld erkennen ' Haller Willem' ergeben sich hier im kommenden Jahr besondere Verkehrsprobleme, die schon im Vorfeld gelöst werden müssen."

Um zu einer einvernehmlichen Einigung über den geplanten Ausbau am Sutthauser Bahnhof zu kommen, war auch Werner Nümann, Verkehrsplaner der Stadt, nach Sutthausen gekommen. Fährt der " Haller Willem" erst, werden die Schüler des nahe gelegenen Marienheims und der Grundschule Sutthausen die Fahrbahn verstärkt in Höhe der Riesenallee überqueren. In direkter Nachbarschaft des Sutthauser Bahnhofs befinden sich zudem der evangelische Apostel-Kindergarten und ein Grünabfallsammelplatz.

Als Überquerungshilfe beiderseits der Gleise schlugen die Ratsmitglieder Verkehrsinseln vor, die zur Verlangsamung des Verkehrs zusätzlich farblich markiert oder mit Rillen versehen werden könnten. Geprüft werden soll zudem, ob die bereits vorhandene Verkehrsinsel nördlich der Gleise neben der Erweiterung durch eine Fußgängerampel ergänzt werden kann. Eine seit langem geforderte Änderung, die jedoch nur in Abstimmung auf den beschrankten Bahnübergang erfolgen könnte.

Neben einer von den Ortsratsvertretern als provisorisch empfundenen, optischen Verengung der Fahrbahn durch Leitpfähle wurde auch die Verlegung der Bushaltestellen aus Kostengründen abgelehnt. Um den Verkehrsfluss trotz der Verengung durch ein geplantes Hochbord für Radfahrer nicht zu behindern, wäre nach ihrer Ansicht lediglich eine leichte Verschwendung der Fahrbahn nötig. Ob Bedarf an so genannten Park-und Bike-&- Ride-Anlagen besteht, soll wegen fehlender Flächen erst überprüft werden, wenn der " Haller Willem" rollt.

Beim Thema zusätzliche Linksabbiegespuren meldete sich Ortsratsmitglied Ulrich Hus zu Wort: " Zum Erreichen des Kindergartens halte ich eine solche Spur für überzogen. Wenn der Folgeverkehr auf die abbiegenden Pkw warten und das Tempo drosseln muss, kann uns das doch nur recht sein."

Johannes Kottmann, benachbarter Hofbetreiber und ebenfalls Ortsratsmitglied, zeigte sich besorgt, dass er als Fahrer großer Landmaschinen im Zuge des Ausbaus das Nachsehen haben könnte. Eine Sorge, die der zufällig am Wendehammer pausierende Helmut Thias gut nachempfinden konnte: " An uns Busfahrer denkt ja wieder mal niemand. Allein der neue Radweg im Bereich der Gleise ist so angelegt, dass wir uns jetzt schon Tag für Tag durch den Gegenverkehr quälen müssen."

Verkehrsplaner Werner Nümann nahm alle Denkanstöße der Sutthauser Ortsratsmitglieder auf. Auf ihrer Basis soll jetzt ein Planentwurf erstellt und auf der nächsten Ortsratssitzung am 29. April vorgelegt werden. Wenn auch der Stadtrat für die Planungen grünes Licht gibt, könnte es im Juni zu einem endgültigen Beschluss kommen.

DISKUTIERTEN VOR ORT die Verkehrsproblematik vor dem Sutthauser Bahnhof: Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm (CDU), Ortsratsmitglied Michael Steinbacher (CDU), Carola Westendorf (Bündnis 90 / Die Grünen), Ulrich Hus (SPD) und Werner Nümann (Verkehrsplaner der Stadt Osnabrück). Foto: Klaus Lindemann
Autor:
jop


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