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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Wasserspiel am Nikolaiort nur für einen Tag
Zwischenüberschrift:
Politik gibt Brunnen keine Chance
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Originaltext:
Wasserspiel am Nikolaiort nur für einen Tag

Politik gibt Brunnen keine Chance

Von Arne Köhler

Osnabrück

Ein Brunnen für den Nikolaiort? Diese Frage diskutierten die Osnabrücker zuletzt vor drei Jahren, als die Große Straße neu gestaltet wurde. Ohne es zu wollen, hat die Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH jetzt die bereits zu den Akten gelegte Debatte neu angefacht.

Denn aus dem vorübergehend für das " Moonlight-Shopping" auf dem Nikolaiort aufgestellten " Wunschbrunnen" erwuchs bei vielen Passanten ein Brunnenwunsch (wir berichteten).

Die Frühlingssonne strahlte, Familien flanierten über die Große Straße, Menschen saßen fröhlich schwatzend in den Straßencafes, und in der Platzmitte sprudelte eine Fontäne - da fühlte sich nicht nur der zufällig des Weges kommende CDU-Ratsherr Franz-Josef Schwack spontan an zentrale Plätze in Paris oder Rom erinnert. Viele,

Ratsherr fühlte sich an Rom erinnert

auch Schwack, sprachen sich für ein dauerhaft auf dem Nikolaiort aufgestelltes Wasserspiel aus.

Doch sowohl Schwacks Fraktionschefin Irene Thiel als auch ihr FDP-Pendant Dr. Thomas Thiele stellten inzwischen klar, dass daraus nichts wird. " Einen Brunnen werden wir nicht befürworten", fasste Thiele die Auffassung der Mehrheitsgruppe zusammen. Was optisch sicherlich ansprechend sei, würde doch die Zweckmäßigkeit des Platzes zu sehr einschränken. Den Nikolaiort müsse man " offen halten", unterstrich auch Irene Thiel.

Ähnlich äußerte sich Michael Hagedorn. " Wir brauchen eben Räume für Veranstaltungen", argumentierte der Fraktionsvorsitzende der

Statt Brunnen Räume für Veranstaltungen

Grünen, " in der Innenstadt ist sonst wenig Platz dafür."

Grundsätzlich nichts gegen einen Brunnen hat hingegen Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler (SPD). Allerdings keinen klassischen Springbrunnen im Platzzentrum, " wie ein Deckchen auf einem Tischchen". Ihr persönlich schwebe etwas Modernes vor, das, ein Stück aus der Mitte gerückt, auch weiterhin Veranstaltungen ermöglicht.

Strikte Ablehnung kam hingegen von Stadtbaurat Jörg Ellinghaus: " Finger weg von einem Brunnen", forderte er. Schon als die Diskussion vor drei Jahren geführt worden war und Leser der Neuen OZ Vorschläge einreichten, hatte Ellinghaus unterstrichen, stadtplanerische Überlegungen dürften keinem " Volksentscheid" unterworfen sein, sondern müssten Fachleuten vorbehalten bleiben.

Auch jetzt betonte Ellinghaus: " Jeder Einbau schränkt die Flexibilität des Platzes ein." Dann wurde er noch deutlicher: " Ich halte nichts von diesem Nippes-Denken." Der Nikolaiort sei " schön und fertig" - auch ohne einen Brunnen.

AN DIESEN ANBLICK beim " Moonlight-Shopping" hätten sich viele Passanten gern gewöhnt. Doch die Fontäne auf dem Nikolaiort sprudelte nur einen Tag lang. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Arne Köhler


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