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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stinksauer über die Hundehaufen
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Klagen häufen sich im Ost- und im Nordteil: Zu wenig Sammelboxen
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Originaltext:
Stinksauer über die Hundehaufen

Klagen häufen sich im Ost- und im Nordteil: Zu wenig Sammelboxen

Von Christian Wiermer

Osnabrück

Die Beschwerden über umherliegenden Hundekot mehren sich in allen Stadtteilen. Besonders betroffen scheint der Osten und Norden Osnabrücks.

Dr. Klaus Heuer ist im wahrsten Sinne des Wortes stinksauer: " Es widert mich nur noch an." Der Informatiker pflegt gemeinsam mit seiner Frau Sonntag für Sonntag das Grab ihrer Großmutter auf dem Hasefriedhof.

Was sie dort entdecken, ist Ekel erregend: Nahezu Im Meterabstand finden sich Hundehaufen. " Das ist einfach nur pietätlos", sagt ein Passant. Heuer fordert einen Kotsammelbehälter - " selbst wenn das wahrscheinlich nichts bringt."

Auch in Schinkel und der Dodesheide nimmt die Aufregung zu, freilich verstärkt durch die steigenden Temperaturen und dem daraus folgendem " Hundewetter": Eine Familienmutter bezeichnet den Bereich in den Höfen unweit des Haster Wegs als " größtes Hundeklo der Dodesheide". Hundebesitzerin Alexandra Bolufer versteht den Ärger. Zwar entferne sie die Hinterlassenschaften ihres Hundes " Tequila" stets sofort mit einem Taschentuch, trotzdem müsse auch hier ein Sammelbehälter mit Tütenspender her.

Das sehen die Hundebesitzer Birgit und Achim Bleil genauso. Sie wohnen in Schinkel, und mit anderen Hundebesitzen stört sie, dass überall - aber eben nicht bei ihnen - eine solche Sammelbox steht. " Es wird immer schlimmer", sagt Birgit Bleil. Besonders betroffen sind die großflächigen Grünanlagen um die Scninkelbergstraße.

Keine der " Hunde-Stationen" findet sich im Nord-und Ostteil der Stadt. Und selbst dort, wo Tüten greifbar sind, wird vielfach auf die unangenehme Aufgabe verzichtet. " Das interessiert doch kein Schwein" , schimpft ein Spaziergänger am Haarmannsbrunnen, wo bereits wenige Meter neben der " Hunde-Station" ungezählte Haufen liegen. Es sei eine " politische Entscheidung", ob und wie die Standorte möglicherweise erweitert werden können, stellt der zuständige Fachdienstleiter Jürgen Wiethäuper klar, " Doch wir beobachten und nehmen die Anregungen sehr ernst."

Ärger um Hinterlassenschaften

20 Stationen aufgestellt

Die Gefahren der unbeseitigten Geschäftserledigung liegen auf der Hand: Ungezählte Infektionen können übertragen werden, besonders betroffen sind Kinder. Insgesamt 20 Stationen sind seit Oktober 2002 in der Stadt verteilt aufgestellt worden. Sie sind mit einem Spender für die Hundebeutel sowie einem Sammelbehälter für die gebrauchten Tüten ausgestattet. Die vielfache Bürger-Kritik lautet jedoch, dass die Spender zu selten nachgefüllt würden.

Seit April vergangenen Jahres droht den Osnabrückern 30 Euro Bußgeld, wenn sie die tierische Hinterlassenschaft nicht entfernen. (cwi)

ZU WENIG " HUNDE-STATIONEN"?: Vor allem im Osten und Norden werden Sammelbehälter mit Tütenspender gefordert.

ANGEWIDERT ist Dr. Klaus Heuer angesichts der vielen Hundehäufen auf dem Hasefriedhof. Fotos: Hermann Pentermann
Autor:
Christian Wiermer


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