User Online: 1 | Timeout: 06:54Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auf Wasser gebaut: Aus dieser Quelle trinkt die Stadt
Zwischenüberschrift:
Voxtrup ist reich an Natur und arm an Industrie - Stolze Bauern, junge Familien und quicklebendige Vereine
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf Wasser gebaut: Aus dieser Quelle trinkt die Stadt

Voxtrup ist reich an Natur und arm an Industrie - Stolze Bauern, junge Familien und quicklebendige Vereine

Von Wilfried Hinrichs

Voxtrup
Voxtrup ist reich. Reich an Wasser. Reich an lebendigen Vereinen. Reich an engagierten Menschen. Reich an idyllischer Natur. Nur in einer Hinsicht ist Voxtrup arm: arm an Gewerbe und Industrie.

Der südöstliche Stadtteil zwischen A 33, Mindener Straße und den Hügeln des Teutoburger Waldes ist 1972 Teil der Stadt geworden. Wer die Geschichte dieses altes Dorfes schreibt, ist geneigt, den Widerstandswillen der stolzen Dörfler zu beschwören. Aber nein: " Ich bin Osnabrücker und Voxtruper", sagt der Vorsitzende des Bürgervereins, Konrad Brockmann. Man beachte die Reihenfolge. Die Voxtruper sind der Beweis, dass eine gute Prise Heimatstolz und Verantwortungsgefühl für die ganze Stadt vereinbar sind.

Die Voxtruper leben nah am Wasser. Der Boden ist durchzogen mit Trinkwasserreservoires. Viele Osnabrücker leben von diesem Wasser, das in Düstrup zu Tage gepumpt wird. Fast jeder Bauer in der Senke zwischen Sandfort und Rochusberg fördert das kostbare Gut aus eigenen Brunnen, sagt Konrad Brockmänn. Die Brockmanns besaßen bis zur Eingemeindung die Hausnummer 6. Das bedeutete, sie waren die sechsten Bauern, die hier sesshaft wurden. Die Bauerschaft ist die Keimzelle und Namensgeberin des Stadtteils. Doch das Wahrzeichen ist das Gut Sandfort, dessen Brunnen der Bürgerverein zum wichtigsten Bestandteil des neuen Voxtruper Wappens machte.

Zehn Prozent der Voxtruper gehören dem Bürgerverein an. Das zeigt: Das Ehrenamt lebt. Mehr als zwanzig Vereine und zwei Kirchengemeinden sind aktiv - auch wenn es hier und da Nachwuchssorgen gibt.

Reich ist Voxtrup an Natur, man schaue sich nur am Gut Sandfort um, das im 17. Jahrhundert auf Pfählen errichtet wurde. Wegen dieses Reichtums an Wald und Grün fehlt es an Gewerbe. Daran arm zu sein stört die meisten Voxtruper nicht. Karmann ist schließlich nicht weit, wo viele in Lohn und Brot stehen. Klar, dass seit Jahren leidenschaftlich über ein Gewerbegebiet gestritten, wird das an der A 30 geplant ist.

EIN FINDLING macht den Besuchern klar, wo sie sind.

IDYLLISCHEFLECKEN wie diesen findet man in Voxtrup an vielen Stellen.Fotos: Jörn Martens

Stadteil - Info

175, 3 Meter

Voxtrup ist mit einer Fläche von 1092, 8 Hektar der drittgrößte Stadtteil. Nur Nur Gretesch, Darum und Lüstringen (1433 Hektar) und Hellern (1225 Hektar) haben mehr. In Voxtrup leben 6827 Menschen (Stand Ende 2003). Die Einwohnerzahl geht seit Ende der 90er Jahre leicht zurück. Den Höchststand erreichte Voxtrup 1998, als hier 6943 Menschen gemeldet waren. Die höchste Erhebung ist der Rochusberg hart an der Grenze zu Holsten-Mündrup mit 175, 3 Meter. Der tiefste Punkt liegt in den Hasewiesen mit 65 Meter.

Was ist das Besondere an Voxtrup?

Theater und Medium-Terzett

Was das Besondere an Voxtrup ist? Konrad Brockmann lehnt sich zurück und zählt auf: dass Voxtrup ein uraltes Dorf ist, dass Osnabrück aus dieser Quelle trinkt, dass das lebendige Vereinsleben funktioniert wie auf einem Dorf. Dörfliche und städtische Mentalitäten mischen sich. Hier leben Bauern mit stolzer Tradition, junge Familien aus der Stadt, die am grünen Rand ihr Traumhaus gebaut haben oder bauen wollen (am Mühlenkamp entsteht zurzeit ein neues Baugebiet). Voxtrup habe Beachtliches zur Volkskultur beigetragen, sagt Brockmann. Die Plattdeutsche Spielgemeinschaft sei weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Und wer kenne nicht das legendäre Medium-Terzett?

Konrad Brockmann
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste