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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Eine energetische Nullnummer
Zwischenüberschrift:
in 23 Jahren keine Einsparungen bei Strom und Gas durch die Sommerzeit
Artikel:
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Originaltext:
Eine energietechnische Nullnummer

In 23 Jahren keine Einsparungen bei Strom und Gas durch die Sommerzeit

Von Dietmar Kröger

Osnabrück
" Wird es denn jetzt nun Sonntag früher dunkel oder später hell, oder was passiert da eigentlich?" Kaum zu glauben, aber auch im 24. Jahr " Sommerzeit" suchen viele noch nach der richtigen Kombination aus hell und dunkel, vor und zurück.

Leichter Schneefall und gefühlte Temperaturen nahe dem Nullpunkt ließen gestern eigentlich keinen Gedanken an den Sommer zu. Nichtsdestotrotz werden in der kommenden Nacht die Zeitmesser auf Sommerzeit umgestellt, die 1980 in Deutschland eingeführt wurde. Der Grund: Die bundesdeutschen Uhren sollten im Gleichklang mit denen in unseren Nachbarstaaten ticken. Und unter dem Eindruck der Ölkrise 1973 versprach man sich von der Umstellung als Nebeneffekt auch noch Energieeinsparungen. Das mit der Nachbarschaft hat prima geklappt, das Thema Energieeinsparung entpuppte sich aber als Nullnummer.

Zum Beispiel bei den Stadtwerken: " Keine Einsparungen bei Strom und Gas", lautet die kurze aber eindeutige Aussage. Sprecher Peter Horenburg: " Nur ein bis zwei Prozent des Haushaltsstroms werden für Licht gebraucht."

Da sei kaum etwas zu sparen. Der Großteil fließt durch Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Fernseher und Waschmaschinen. Und die modernen Heizungen richten sich nach dem Wetter. Nicht die Uhrzeit bestimmt den Gasverbrauch, sondern der Außenfühler.

Energietechnisch ticken die Uhren folglich anders als gehofft. Also zurück zur Eingangsfrage. Wie ist das nun mit dem Umstellen? Am Sonntag um 2 Uhr werden die Zeitmesser 60 Minuten vorgestellt, mithin geht die Sonne eine Stunde später auf, scheint aber am Abend um eben diese 60 Minuten länger.

Nicht wenige verweigern sich der Sommerzeit, und das nicht nur weil, sie vielleicht den Namen Winter führen. Sie beklagen den Jetlag, der sie zweimal jährlich ohne jeglichen Ortswechsel heimsucht, haben Schlafprobleme und leiden an einem irritierten Biorythmus. Andere wiederum blühen förmlich auf, genießen die langen Tage und freuen sich auf sonnige Abende im Biergarten.

Wahrscheinlich würde die Sommerzeit kaum noch zur Kenntnis genommen, wenn da nicht immer im März und Oktober die Frage wäre: " Wird es jetzt nun eher heller oder früher dunkel, oder was?"

IN DEN JAHREN nach ihrer Einführung machte die Sommerzeit noch Schlagzeilen. Foto: AP
Autor:
Dietmar Kröger


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