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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bischof Dodo und die Dodesheide
Zwischenüberschrift:
Anni Wächter hat nachgeforscht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bischof Dodo und die Dodesheide

Anni Wächter hat nachgeforscht

Dodesheide (dh) Dass sich der Name Dodesheide von " tote Heide" ableitet, hält die Osnabrückerin Anni Wächter für einen Trugschluss. Sie forschte in Chroniken und fand einen ganz anderen Grund heraus: Wahrscheinlich ist, dass ein Bischof Dodo Namenspatron war.

In der vergangenen Woche berichteten wir von Schülern der Schule " In der Dodesheide", die sich im Stadtteil nach dem Ursprung des Namens erkundigt hatten. Die Meinungen gingen zwar auseinander, ein Großteil der Befragten war sich aber sicher, dass nur die damals unwirtliche Fläche Grund für die Namensgebung sein musste.

" Tatsächlich", so schildert Anni Wächter, " führt die Bezeichnung aber auf zwei Bischöfe namens Dodo zurück, die damals in der Gegend wohnten". So ist überliefert, dass es im 10. Jahrhundert in der Gartlage zwei Vollerbenhöfe gab: den Luhrmannshof und das Klostergut im Norden, nahe der Haster Grenze. Das Kloster diente den Osnabrücker Bischöfen als Wirtschaftshof. Zwei der Bischöfe hießen Dodo. Dodo I. waltete bis ins Jahr 949, sein Nachfolger Dodo 11. bis 996. Vermutlich haben, so die Chroniken, diese beiden dem Klostergut seinen Namen gegeben: Dodos Haus. Der Weg zum Gut hieß Dodoshausweg.

" Weit hergeholt scheint die Theorie der " toten Heide" aber auch nicht zu sein", ist sich die 83-jährige Osnabrückerin sicher. Denn zu den Besitzungen des Dodeshauses gehörten etwa 50 Hektar Ackerland, Wiesen und Wald. Damals bevorzugte man den so genannten Plaggendung. Das heißt, die Humusschicht der Heide wurde abgestochen und als Plaggen auf die Felder gebracht." So wurde der karge Sandboden noch magerer und zur , toten Heide'", erklärt Annis Wächter.

Heute ist an jener Stelle des Dodeshaushofes der Bauhof der Stadt Osnabrück untergebracht, und auf den ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen befindet sich heute der Waldfriedhof Dodesheide.

DIE DODESHEIDE hat es Anni Wächter angetan. Sie hat in Chroniken nach dem Namensursprung geforscht. Foto: Jörn Martens
Autor:
dh


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